Vanlife: Was kostet das Leben im Wohnmobil? Eine Kostenaufstellung.

Was kostet das Leben im Wohnmobil?

Ich lebe nun seit 3 Jahren mobil. Zuerst im Wohnmobil, dann im Kastenwagen. Zuerst noch mit ortsfestem Job, dann ortsunabhängig.

Den Blick Richtung Zukunft gewandt, wird wohl am ehesten das Jahr 2019 meine aktuellen (haha, logisch) und zukünftigen Ausgaben für mein Leben im Wohnmobil abbilden. Insofern beziehe ich mich hauptsächlich darauf. Die erste Jahreshälfte habe ich in Deutschland verbracht, war auf vielen Vanlife-Treffen, ab August war ich dann in der Türkei und Griechenland. Ausgehend davon notiere ich im Folgenden meine monatlichen Kosten, sofern nicht anders angegeben. Dabei bin ich eher etwas großzügiger in der Kalkulation (wo ich schätzen muss) und runde hier und da auf bzw. ab, d.h. die tatsächlichen Kosten fallen eher geringer aus.

Was zählt nun eigentlich als “Fixkosten” im Vanlife? Ich habe hier mal so ziemlich alle Kosten aufgenommen, die bei mir so anfallen. Viele davon lassen sich nicht umgehen oder verringern, andere sind variabel.

Was in dieser Kostenaufstellung nicht berücksichtigt ist, sind Tierarztkosten für den Kater Zuhause, Futter, Postversandkosten, Geburstagsgeschenke für Familie und Freunde, einmalige große Anschaffungen (so steht bei mir in Kürze der Kauf einer Kitesurfausrüstung an, die ordentlich zu Buche schlagen wird; LKW-Führerschein ist ebenfalls nicht eingerechnet). Auch außen vor sind Rücklagen für einen etwaigen Fahrzeugneukauf bzw. Wertverlust (zu Letzterem sie zu sagen, dass ich nach etwas Online-Recherche behaupten kann, dass ich bisher noch kaum Wertverlust bei meinem Kasten verzeichnen muss – Danke nochmal an mein Bruderherz fürs Verhandeln 🙂 ).

Für alle Lese- und Scrollfaulen die Antwort direkt hier vorweg:
Ich habe im Durchschnitt monatliche Kosten von 917 bis 1232 €

 

Warum das Ganze?

Vor ungefähr einem Jahr habe ich mal grob überschlagen, wie sehr ich meine Fixkosten (!) drücken kann. Dabei waren weit weniger Ausgaben als hier aufgelistet und ich weiß noch, dass mein absolutes Minimum bei 500€ lag, etwas entspannter bei 800€.

Daher habe ich mal einen Blick auf meine Finanzen geworfen um

1) für mich selbst zu sehen, wie nah ich meinem Ziel schon gekommen bin

2) eine Peilung zu haben, wie viel ich im Monat (netto!) verdienen muss, um mir all den Spaß leisten zu können. Ist ja auch eine nicht unwichtige Überlegung in der Selbstständigkeit, wenn man mal an einem Punkt ist, an dem man denkt “Joa, das reicht schon so einigermaßen zum Leben.”

3) evtl. anderen eine Idee zu geben, was dieser Lebensstil kostet.

Kastenwagen - Kosten Vanlife

Kosten Kastenwagen

Instandhaltung und Reparaturen meines Wohnmobils: 15€

2019 schlug ordentlich zu Buche: Der Zahnriemen wollte gewechselt werden. Weil dafür Spezialwerkzeug nötig ist und es letztlich um den Motor geht, musste ich zu einer Fiat-Vertragswerkstatt und nen knappen Tausender lassen.
Ansonsten gibt es regelmäßige Instandhaltungen wie Ölwechsel, Luftfilterwechsel, neue Bremsen, neue Reifen, Kleinkram wie Scheibenwischer, Glühbirnen…
Gehen wir mal davon aus, dass ich alle 2 Jahre einen Satz Bremsen brauche (ca. 130€ /2), jährlich beide Luftfilter neu (50€) sowie einen Ölwechsel (mache ich zusammen mit meinem Bruder selbst) (60€), sowie Kühlmittel, so kommt man auf monatliche Ausgaben in Höhe von ca. 15€

 

Freistehen/ Campingplätze/ Stellplätze: 0-50€

Ich stehe bevorzugt frei. Zugegeben, auch aus finanziellen Gründen. Hauptsächlich aber fühle ich mich dabei wohler. Niemand, der mich oder den ich störe.

TR + GR:  CP kostet ca. 12€ pro Nacht. Dank meiner TTT muss ich CPs nur noch anfahren, wenn ich keine andere Möglichkeit zum Wäsche waschen finde. Daher: 0€
D: Bevorzugt frei, manchmal auf Stellplätzen. Während Ausflügen mit Freunden auch mal auf einem Stell- oder Campingplatz: Zwischen 10 und 50€

 

Sprit: 50-200€

Absolut abhängig von meinem Fahrverhalten. Selten kommt es vor, dass ich wenig unterwegs bin. Für Versorgungsfahrten und Co. belaufen sich die monatlichen Kosten dann auf schätzungsweise maximal 40€.
Meistens bin ich jedoch agiler, d.h. meine durchschnittlichen Spritkosten liegen im Jahr 2019 (inklusive Fahrten zu Vanlife-Treffen, inklusive Fahrt in die Türkei, inklusive Maut) bei rund 200€ pro Monat.

 

Gas im Wohnmobil: 12-90€

Gas nutze ich für den Kühlschrank, Heißwasser und zum Kochen. Der Preis pro 12kg Flasche liegt zwischen 18 € (Türkei) und 25€ (Griechenland). Im Sommer reicht eine Flasche ca. 10 Wochen, im Winter ca. eine Woche. Macht hochgerechnet ungefähr
Sommer: ca. 12€
Winter: ca. 90€

 

Versicherung fürs Wohnmobil: 62€

Ab 01.01.2020 wird mein Haus auf Rädern bei der Allianz versichert sein. Bei der HUK war die Türkei (asiatischer Teil) nicht mitversichert und andere Anbieter bieten die Türkei nur für eingeschränkte Zeiträume mit bürokratischem Aufwand an.
Vollkasko, Fahrerschutz und Inhaltsversicherung waren mir ebenfalls wichtig. Ab Januar zahle ich also rund 750€/ Jahr für das alles.

 

Steuern: 19€

ADAC: 7€

Plus Mitgliedschaft (ersetzt auch eventuelle Schutzbriefe bei der Versicherung) 84€ / Jahr

 

Pimp my Wohnmobil:  30€

Hier ein Staunetz mehr, da Magnetfolie für die Wand oder auch mal einen neuen Spanngurt, Einbau der Trockentrenntoilette (hier gehts zum Blogeintrag), Außenthermometer, ein neuer Duschvorhang, ein Mosquitonetz und sonstigen Kram. Irgendwas ist immer zu tun fürs persönliche Wohlbefinden in meinem Zuhause. Für einige Anschaffungen ließ ich so 2019 beispielsweise monatlich rund 30€.

 

Arbeiten unterwegs + Bildung

Mobiles Internet: 90€

Seit Sommer 2019 bin ich glücklich mit dem Magenta Mobil Premium XL Tarif der Telekom. Wie in diesem Artikel (klick) beschrieben, teile ich ihn mir mit 2 anderen digitalen Nomaden und habe somit monatliche Kosten für unbegrenztes Internet in ganz Europa + Türkei und weitere Länder von ca. 67€
Diesen Tarif brauche ich für meine Tätigkeit als Online-Nachhilfelehrerin.

Dazu kommt ein kleiner Vertrag fürs Handy, denn die Internet-SIM ist in meinem Router. Für die Handy SIM, die 3GB Internet und Flat-Telefonie beinhaltet, zahle ich monatlich 8€.

Außerdem ein weiterer Vertrag, den ich vergessen habe zu kündigen, aber nicht mehr nutze: 15€

 

Hardware: 43€

Obwohl ich ein großer Freund bin von Reparieren, Gebraucht kaufen und nachhaltig Leben im Allgemeinen, geht auch bei mir von Zeit zu Zeit etwas kaputt. Gerade was mein tägliches „Handwerkszeug“ (Laptop) angeht, lege ich großen Wert auf bestmögliche Funktionalität. Mein wichtigstes Arbeitsgerät, mein Laptop, hatte bei Kauf einen vierstelligen Wert. Er begleitet mich nun schon seit Anfang 2018 und wird dies hoffentlich noch weitere lange Jahre tun. Rechnen wir mal auf ca. 4 Jahre, macht 30€ monatlich.

Extra-Anschaffung dieses Jahr zum Podcasten: ein professionelles Zoom H2n Mikrofon – gebraucht für 95€

Darüber hinaus gilt der Satz „Ein Haus verliert nichts“ nicht fürs Wohnmobil. Ein Kabel ist spurlos verschwunden und so manches Handyladekabel segnet zu früh das zeitliche. Manchmal gibt ein Akku seinen Geist auf.
So komme ich nicht drum rum, hier und da mal Elektronikzubehör zu kaufen (gerne auch gebraucht). Im Jahr 2019 beliefen sich die Kosten hierfür auf 60€.

Je nach Nachhilfeschüler kaufe ich mir auch (meist gebraucht) das Buch, mit dem er arbeitet, sodass ich weiß, auf welchem Stand er ist. Hinzu kommt ein Terminplaner. Kosten hierfür beliefen sich 2019 auf ca. 30€.

 

Ausgaben für Blog, Podcast, sonstige Dienstleistungen: 56€

Webseitenhosting www.caravanci.com + SSL-Zertifikat: 9€

montagsfieber.de (Webseitenhosting, Podcastgebühren, Jingle für den Podcast, Logoerstellung, Retreat, Facebook-Ads, Sonstiges): 47€

 

Bildung – die beste Investition ist die in sich selbst: 82€

Camper Nomads* Workation + DNX Berlin + Christian Bischoff + weitere “Bildung”: knapp 1000€

 

Essen und Supermarkt

Nahrungsmittel, Drogerieartikel, Friseur: 190€

Da ich großen Wert darauf lege, auch die kulinarischen Genüsse jedes Landes kennenzulernen, rechne ich hier auch Restaurantbesuche, Weihnachtsmarktgenüsse und Festivalverköstigungen mit ein, egal ob in Deutschland oder jedem anderen Land.

Was meine Einkaufgewohnheiten angeht, so landet neben jeder Menge frischem Obst und Gemüse auch gerne mal Kekse und Chips im Einkaufskorb. Fleisch kaufe und esse ich relativ selten, eher mal nen Fisch (Flammlachs zum Beispiel 😉 ). Wenn ich Gelüste auf etwas Spezielles habe, leiste ich es mir für gewöhnlich auch. Nicht immer sofort, aber wenn ich etwas auch mehrere Tage nicht aus dem Kopf bekomme, tue ich mir etwas Gutes. Kosten: 170€

Was ich mir so Leckeres in meiner Wohnmobilküche zaubere, kannst du dir hier anschauen.

Drogerieartikel benötige ich kaum noch. Ich schminke mich selten, benutze zu 90% Natron, schwarze Seife und Essig zum Haarewaschen, was jeweils so ergiebig oder so günstig ist, dass es kaum ins Gewicht fällt. Davon abgesehen benötige ich regelmäßig Zahnputztabletten, Bambuszahnbürsten, Rasierklingen und die relativ teuren Produkte für meine Kontaktlinsen (gesamt schätzungsweise pro Monat 15€).

Zweimal pro Jahr lasse ich je 40€ beim Friseur meines Vertrauens.

 

Kleidung

Nur das Nötigste: 30€

Ein neues paar Schuhe und zwei Fjallraven-Hosen habe ich mir dieses Jahr gegönnt. Außerdem ein Dachzeltnomaden-Hoodie… das wars, glaub ich. An meinem Kleiderschrank in der Homebase kann ich mich wohl noch die nächsten 5 Jahre bedienen 😀

 

Wäsche

Je nach Land: 0-30€

Türkei:
In der Türkei gibt es kaum bis keine Waschsalons. Mit denen, die ich kenne, bin ich nicht zufrieden, teilweise wird verschiedenfarbig abgegebene Wäsche zusammen gewaschen, teils darf man nicht sein eigenes Waschmittel benutzen, teils wird die Wäsche getrocknet und gefaltet. Ich bin sehr speziell was dieses Thema angeht. Daher wasche ich entweder bei Freunden, sofern sich die Möglichkeit ergibt oder fahre Campingplätze an (wenn diese denn über eine Waschmaschine verfügen). Auf Campingplätzen kostet eine Maschine Wäsche zusätzlich zwischen 2 und 5€. So komme ich schätzungsweise auf 0 – 30€.

Griechenland:
Hier gibt es Waschsalons, juhu! Bei einem Preis von 3 bis 5€ pro Maschine und 0,50 bis 1€ pro Trockner zahle ich hier schätzungsweise 25€.

Deutschland:
Wenn möglich, wasche ich in der Homebase. Ansonsten bei Freunden oder mal im Waschsalon. 0 – 30€.

 

Versicherungen

Langzeitauslandsreisekrankenversicherung + Zusatzversicherungen + Anwartschaften: 100€

Mittlerweile bin ich von der PKV zur GKV zur Langzeitauslandsversicherung gekommen. Für die Anwartschaft bei der PKV zahle ich (nochmal nachsuaen ob GKV anwartschaft läuft!!! ) 1€, für die bei der GKV 56€ und die Auslandskrankenversicherung kostet monatlich rund 40€. Ich bin bei STA Travel, habe mich hierfür von einem guten Freund (Artikel mit vielen Antworten hier) gut beraten lassen. Man zahlt den gesamten Betrag für den gewünschten Zeitraum im Voraus. Bei früherer Beendigung bekommt man des Restbetrag zurück.
So komme ich für meine Krankenversicherung auf rund 100€.

Auch was weitere Versicherungen angeht, lebe ich recht minimalistisch. Die eine oder andere habe ich stillgelegt bzw. gekündigt. Man sollte immer im hinterkopf behalten, dass Versicherungen nicht verhindert, dass etwas passiert. Es geht dabei lediglich um den finanziellen Schaden.

Haftpflichtversicherung und weitere: 30€

Hobbies & Reisen

Kitesurfen, Bücher, Eintrittsgelder (teils geschätzt): 91€

2019 war ich 12 Tage lang Kitesurfen, was mich rund 450€ Miete für das Equipement gekostet hat. Plus Eintrittsgeld für den Kitestrand. Nächstes Jahr fließt der Kauf meiner Kitesurfausrüstung mit ein – wobei man das auch wieder auf mindestens 5 Jahre rechnen kann, sodass es mir im Vergleich zu 12 Tage Mieten nur 20€ teurer kommt im Monat – und ich kann so viel Kitesurfen, wie ich will.
Bücher kaufe ich ab und an, meist gebraucht über eBay Kleinanzeigen. Als “Touri” bin ich äußerst selten unterwegs und habe mal sparsame 10€ veranschlagt. Im Sommer mache ich mal eine Bootstour für umgerechnet ca. 10€ pro Tag – dafür ist das Mittagessen inklusive. Athen im November hat beispielsweise 10€ fürs Parthenon + 17€ für den Touribus gekostet. Und solch ein Touri-Programm kommt bei mir wahrlich nicht jeden Monat vor. Hinzu kommen jedoch Eintrittsgelder für Vanlife-Treffen und dazugehörige Campgrounds – und das waren einige 2019! (Dachzeltnomaden, FM-Treffen, Abenteuer Allrad)

 

Spenden

Mein Grundeinkommen, weitere Projekte: ca. 10€

Wo ich diese Aufstellung mache, fällt mir auf: Relativ geringer Anteil an Spenden pro Monat…
Ich spende in manchen Monaten mehr, wenn gerade Projekte aktuell sind, die ich gutheiße und unterstützen möchte. Eine regelmäßige Spende geht an Mein Grundeinkommen, wo regelmäßig Grundeinkommen für jeweils ein Jahr verlost werden. Somit kann ich jedesmal automatisiert teilnehmen und gleichzeitig einen Beitrag dazu leisten, dass andere ein Grundeinkommen erhalten.

 

Sparen

Noch ist nicht allzu viel mit Sparen. Das soll  sich in naher Zukunft ändern. Geplant sind dann vor allem Investments in verschiedene Bereiche: ETFs, Aktien, P2P, Kryptos… #altersvorsorge
Ein bisschen was weiß ich selbst, in anderen Bereichen berät mich mein Bruder.

 

Leben im Wohnmobil - monatliche Kosten

Leben im Wohnmobil – monatliche Kosten (gemittelte Werte)

 

Gesamtsumme

Alles in allem brauche ich rund 817 bis 1132€ pro Monat.

Wie schaffe ich es, das alles so genau aufzulisten?

Nun, seit 2013 dokumentiere ich meine Finanzen (dank meines Bruders, dem Zahlengenie). Die Finanzliste wurde immer wieder meiner aktuellen Situation angepasst, optimiert und mit Statistiken gepimpt.

Unterschiede zu Steinhaus/ Wohnung?

Was fällt weg?

Die Bedeutung von Luxus verschiebt sich. Man erfreut sich an „kostenlosem“ wie dem Sonnenaufgang, Palmen vor der Tür, Straßenkatzen, dem Ausblick aufs Meer… und braucht weniger „Ersatzbefriedigungen“. Vieles kann man auch einfach nicht mehr kaufen: Keine Mitgliedschaft im Fitnesscenter (haha, ich sowieso ned! 😀 ), hier ein Küchenhelfer, da ein bisschen Deko… Keine unendlich vielen Klamotten und Schuhe. Der Raum in meinem 6-Meter-Kasten ist nunmal begrenzt. Da überlegt man ganz automatisch oft mehrfach, ob man denn dieses oder jedes kauft, nur weils einem grad gelüstet.

Seit ich mein eigenes Geld verdiene (ab nach dem Studium) hatte ich verschiedene Mietwohnungen. Preislich alle ähnlich. Ich zahlte zwischen 350€ und 385€ für ein 9m² Zimmer ohne Dusche mit Blick auf den Eiffelturm, ein Zimmer in einer 3er WG, eine 40m² Wohnung sowie einem ein Zimmer Appartement mit Putz- und Wäscheservice.

Für (private) Krankenversicherung hatte ich zeitweise Kosten von 330€. Aktuell: Rund 100€

Was kommt hinzu?

Ist mein Mobilfunkvertrag teurer? Ja und nein. Ich hatte während meiner Beamtenstelle (weil ich es mir leisten konnte, Spotify unbegrenzt mir wichtig war und dort nur im D1 Netz einigermaßen guten Empfang hatte) bereits monatliche Kosten von 70€. Zu dieser Zeit wusste ich noch nichts von dem tollen Tarif, den ich jetzt nutzen darf. So zahle ich heute nur 20€ mehr. Unter anderen Voraussetzungen würde diese Differenz viel größer ausfallen, schließlich gibt es genügend tiefpreisige Angebote von anderen Mobilfunkanbietern.

Weil ich außerhalb der EU unterwegs bin, kostet meine Versicherung für den Kastenwagen neuerdings 15€ mehr pro Monat.

Bei Spritkosten sowie Instandhaltung kommt sicherlich auch ein Anteil von ca. 50€ hinzu.

Wäsche waschen ist bei so einem freien Leben nur noch selten kostenlos. Ca. 20€ kommen hierfür zusätzlich hinzu (auch im Steinhaus musste ich oft auf Waschsalons zurückgreifen).

Kosten Selbstständigkeit (ohne Steuerliches): 20€

Fazit

Jetzt, wo ich das alles mal schwarz auf weiß habe, bin ich tatsächlich etwas erstaunt. Erstaunt darüber, dass meine monatlichen Kosten schon relativ niedrig sind. Kurz bevor ich in die Selbstständigkeit startete, machte ich ebenfalls eine Finanzaufstellung – nur umgekehrt: Ich nahm an, wofür ich monatlich wie viel zahlen würde. Eine Version aufs absolute Minimum reduziert, die andere etwas entspannter mit mehr Budget für Reparaturen etc. Damals lag das Ergebnis meiner Aufstellung zwischen 500 und 800€ im Monat an Mindest- bzw. Fixkosten für diesen Lifestyle.

Es lässt sich sicher noch hier und da etwas einsparen – wenn diese Einsparungen ebenfalls mit “Einsparungen” an der Lebensqualität (hier eine Podcastepisode zum Thema) einhergehen, sind dies für mich keine erstrebenswerten Ziele 🙂

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