Viel zu tun „zwischen den Reisen“// Vorbereitungen und Tag der Abfahrt: Alleine mit dem Wohnmobil 2500 km bis nach Izmir, Türkei

Vom Freiheitsmobile-Treffen kam ich Dienstagnachmittag zurück zur Homebase. Blieben also nach Plan gerade mal noch Mittwoch und Donnerstag, also zwei komplette Tage, um meine To Do-Liste kürzer werden zu lassen. Wenn man eine längere Zeit unterwegs ist, gibt’s doch so einiges zu tun und zu klären. Dienstagabend ging es jedenfalls erstmal lecker Essen in den Biergarten.

Tag X -2 // Mittwoch

Entscheidung gegen die CB-Funkanlage

Da Julian und ich es nicht mehr geschafft hatten, die CB-Funkanlage einzubauen und wir mittlerweile über andere unaufwändigere Möglichkeiten der Kommunikation zwischen zwei Fahrzeugen informiert sind, wanderte alles wieder zurück ins Paket und zur Post. Mit dabei waren auch ein paar Artikel aus meiner Umfangreichen Camper Sammlung, die ich falsch gekauft habe oder schlicht nicht mehr brauche. Da freut sich die Urlaubskasse!

Einbau eines Schalters für die Kühlschranklüftung

Stattdessen bauten wir (naja, allen voran Julian ^^) einen Schalter ein, um den nervigen Kühlschranklüfter an- und ausschalten zu können. Der nervt nämlich manchmal ganz schön, wenn man bei geöffneter Tür vorm Kasten in der ruhigen Natur sitzt.

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Ausbau

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Fertig

Heilende Hände einer Physiotherapeutin

Kurzfristig hatte dann meine Physiotherapeutin, die mittlerweile auch offiziell Heilpraktikerin ist, einen Termin frei und so konnte wieder die volle Beweglichkeit meiner Halswirbelsäule, nach der schlimmen Verrenkung von vor ein paar Wochen, wiederhergestellt werden. Es ist wirklich unbezahlbar, jemanden zu haben, der einem so krasse Schmerzen nehmen kann und die eigene Gesundheit so toll unterstützt! Danke!

Aufkleberwand-Update

Nicht nur meine Aufkleberwand wurde verschönert und ergänzt, auch außen gibt es neues. Das Heck meines Kastens ziert jetzt ein „#caravanci“. Vielen Dank an Christoph von TophiMedia fürs Anfertigen! Auf der Aufkleberwand findet sich mittlerweile vielen Aufkleber, die ich auf den drei schönen Treffen sammeln durfte: Abenteuer Allrad, Dachzeltfestival und das Freiheitsmobile-Treffen.

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Aufkleberwand-Update

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Caravanci-Aufkleber von TophiMedia – das “i” kam später noch weg

Tag X -1 // Donnerstag – Erledigungen und ein Besuch bei Herman unterwegs

Liebe Menschen besuchen und Verabschiedungen

Am Donnerstag brach ich relativ früh auf. Aus Zeit- (und Spaß- 😉 ) Gründen nicht mit meinem Reise- sondern mit dem Rasemobil 😀 Reisegeschwindigkeiten von gemütlichen 160 bis 180 km/h sind mit meinem Kasten nicht möglich, da genieße ich das schon ab und an. In Tauberbischofsheim holte ich meine neue Brille ab, traf noch eine liebe Freundin mit ihrer Nichte und auf dem Heimweg machte ich noch einen kleinen Abstecher zu Herman unterwegs.
Sabine und Michael bauen sich ja gerade ihr zweites Expeditionsmobil bei 4wheel24 auf. Und da stand er direkt an der Einfahrt, der gute Herman 2, der wenige Tage zuvor noch auf der schönen Wiese in Luxemburg mit vielen anderen Freiheitsmobilen war. Ich bekam eine Führung übers unglaublich große Gelände, auf dem so viele LKW herumstanden, die irgendwann umgebaut durch die Weltgeschichte fahren sollen. Der neue Herman stach mit seiner exklusiven Exklusivfarbe natürlich wieder deutlich hervor – und ich durfte sogar mal im Fahrerhaus Platz nehmen! Was für ein tolles Gefühl es sein muss, mit der Kiste durch ferne Länder zu fahren und dabei die atemberaubendsten Landschaften durch die Scheiben hindurch zu sehen – noch ist es der unglaublich große und gut ausgestattetet Schrauberhof vom Tobi. Ich wünsche den beiden von Herzen, dass sie mit ihrem neuen Herman viiieeel mehr unterwegs sein werden als mit dem alten!
Nach der kleinen Besichtigung chillten wir uns an den direkt am Gelände verlaufenden Bach und die beiden hatten sogar Kuchen besorgt! Es gab sehr leckeren selbstgekauften Eiskuchen! 😀 Ich muss schon sagen, bei den Temperaturen hat eine nicht vollständig aufgetaute Himbeertorte schon was für sich! Und so saß ich da mit den beiden, die ich schon so lange im Internet verfolge und wir unterhielten uns ziemlich lange über Gott und die Welt – die Welt der Expeditionsmobile! 🙂
Es war wirklich toll, die beiden zu treffen! Vielen lieben Dank euch für den kleinen Einblick in euer aktuelles Leben, eure Zeit und den leckeren Kuchen!

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Der “alte” Herman

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Da isser! Der neue! 😀

Welche Gasflasche für meine Reise in die Türkei?

Am Abend vor der Abreise sollten dann auch die Gasflaschen wie angedacht in den Kasten kommen. Von meiner Zeit in der Türkei hatte ich noch eine halbvolle 11 Liter Gasflasche.

Kleine Erklärung zu den türkischen Gasflaschen

Das lustige ist, dass man in der EU, in der ja sonst jeder Pups genormt ist, in keinem anderen Land eine Gasflasche kaufen und diese ohne Adapter an unser deutsches Gassystem im Wohnmobil anschließen kann. Lustigerweise funktioniert das aber mit den türkischen Gasflaschen! Man muss nur einen extra Dichtungsring beilegen und das Ding ist dicht und läuft! Die Gasflasche hat obendran sogar aus dem selben Material einen Sicherheitsring, sodass bei evtl. Umfallen der Gasanschluss nicht beschädigt werden kann. Dadurch ist sie auch etwas höher und außerdem minimal größer im Durchmesser.
Mein Plan war also, eine kleine deutsche 5kg Gasflasche einzupacken sowie die 11kg aus der Türkei. Um keine Gasprobleme auf der Hin- und Rückreise zu bekommen, war der Plan, zuerst die türksiche Flasche zu nutzen und die deutsche nur als Backup dabeizuhaben. Es war zwar etwas mühselig, die große türkische Gasflasche da reinzubugsieren, aber es hat geklappt und das Gassystem läuft.

Tag X // Freitag. Tag der Abreise!

Kontaktlinsen-Problem

Freitag musste ich nochmal zum Augenarzt, weil mit meinen neuen Kontaktlinsen etwas nicht passte. Jetzt muss ich doch noch ne Weile mit meinen 5 Jahre alten Teilen auskommen, die nicht mehr den besten Tragekomfort haben. Aber Dauermüde sein, weil die neuen die Augen zu sehr anstrengen, ist wirklich keine Option.
Dieser Termin war auch der Grund, warum die Abreise erst für Freitag geplant war. Anders wäre es aber auch gar nicht machbar gewesen.

Produktivster Tag seit langem

Tja, und dann… Dann hätte es eigentlich Mittag losgehen können. Aber Julian sollte mal wieder Recht behalten mit seiner Vermutung, dass es wohl wieder Abend werden würde. Und es wurde später Abend! Macht aber nichts. Ich muss echt sagen, dass ich richtig stolz auf das bin, was ich am Freitag noch geschafft habe. Da bekommt man Unordnungen aufgeräumt, die schon fast zur Normalität geworden sind, weil man nie dazu gekommen ist, die Unterlagen für die Steuer zusammengesucht, Anträge für die Krankenkasse fertiggestellt und ich weiß gar nicht was noch alles! Auf jeden Fall aber natürlich noch den Kastenwagen für diese Reise gepackt. Bislang hatte ich den Platz unter dem Bett ja kaum genutzt bzw. es war eine Art Rumpelkammer. Zwei Kisten rein, und siehe da! Es ist alles aufgeräumt! Und so viel Platz! Ich war selbst mega überrascht. Einer der letzten drei Gegenstände, die vor Abfahrt in den Kasten gewandert sind, war tatsächlich die Hängematte! Ich dachte, seit ich den Kasten habe, dass diese zu groß sei – hatte es aber nie ausprobiert. Sie passt perfekt da unten rein. Jetzt hoffe ich natürlich, dass es unterwegs die eine oder andere Gelegenheit geben wird, sie zu nutzen.

Kastenwagen auf der Waage

Julian war zwischenzeitlich so nett, und ist mit dem Kasten zum Wiegen gefahren. Unglaubliche 2,9 Tonnen. Mit halbvollem Dieseltank und leerem Wassertank. Alles voll und mit mir liege ich also glücklicherweise immer noch unter den 3,3 erlaubten Tonnen.

Ammovit statt Trenntoilette

Freitag kam dann auch noch pünktlich ein Paket: darin waren Gasflaschenadapter (wurde ja endlich mal Zeit, dass ich mir sowas zulege) und Ammovit. Die Klochemie ist nun fast aufgebraucht und bis ich endlich mal das Projekt „Trenntoilette“ angehe, soll das Zeug meine Hinterlassenschaften chemisch unbelastet zersetzen und angeblich auch geruchstechnisch besser sein. Na, ich bin ja mal gespannt.

Endlich: Losfahren!

Ja, also, ich hatte gesagt, ich fahre Freitag los, also musste das auch so sein. Verschieben war keine Option. Nochmal bei der Homebase übernachten hätte automatisch bedeutet, dass ich am nächsten Tag nicht vor 10 oder 11 Uhr loskomme. Ich kenne mich ja mittlerweile ^^

Klar hätte ich es nicht ewig hinausgeschoben. Schließlich hatte ich einen Termin einzuhalten: Die liebe Melly am 11.8. vom Flughafen in Izmir abzuholen!

Also verabschiedete ich mich von allen und setzte mich um 23:15 Uhr hinters Steuer und rollte vom Hof.

Mein Ziel: Izmir!

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Los geht’s 😀

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3 Antworten

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