Meine Reise in die Türkei alleine mit dem Wohnmobil [My trip to Turkey] // Erster Abschnitt: Einmal mit dem Wohnmobil bis nach Ungarn.

Tag 1 meiner Reise in die Türkei. Noch in Deutschland

Dass Nachtfahren nicht meine Stärke ist, hab ich ja schon auf dem Weg zum Freiheitsmobile-Treffen eine Woche zuvor festgestellt. Trotzdem schaffte ich es in dieser Nacht noch bis kurz vor Regensburg, wo ich zwar ein idyllisches, aber leider nicht allzu ruhiges Plätzchen am Wasser fand.

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Stand bei Abfahrt

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Nachtplatz kurz vor Regensburg

Tag 2 meiner Reise in die Türkei. Einmal durch Österreich

Tags darauf saß ich dafür ganze 9,5 Stunden hinterm Steuer. Ich durchquerte ganz Österreich und kam bis Tata in Ungarn. Die Vignette usw. in Österreich war mir bekannt, alles easy. Doch vor lauter ToDos hatte ich mich absolut nicht über Maut- und Vignettenpflicht in den anderen Ländern informiert. Aber auf mein Gefühl war mal wieder Verlass. Es leitete mich auf einen der letzten Rastplätze in Österreich, der so sehr aus allen Nähten platzte, dass ich mich dreimal durch extreme Engstellen quetschen musste, weil einfach überall Autos parkten! Ich fand einen Parkplatz und nebenan war eine lange Menschenschlange. Klo? Nein. Über dem Gebäude, in das alle gingen, stand etwas von Vignette für Ungarn. Also stellte ich mich an, immer den Kasten im Blick, das beruhigte mich (Rastplätze und Wohnmobile sind keine gute Kombination) und googelte erstmal, wie das denn ist mit der Vignette und Ungarn. Normales Auto 13 Euro, Wohnmobil 23€. Ja fein! Lustigerweise (oder netterweise?) wollte mir die Dame am Schalter erst die „Vignette“ (einfach ein Kassenbon, gut aufbewahren! ^^) für 13€ verkaufen, aber ich hatte bei einer eventuellen Kontrolle keine Lust auf Stress, da ja überall stand, man solle die Vignette auf Richtigkeit überprüfen.

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Essen à la Thilo Vogel – vegetarische Nudeln mit Mozzarella-Tomaten-Pesto

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Einfahrt nach Ungarn

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Trinkwasser steht auf den Schildern… habs aber nicht ausprobiert, Wassertank ist voll

Übernachtung an einem See in Ungarn

Ich fuhr einen Platz aus Park4Night an einem See an, wo auch noch einige Leute picknickten und angelten. Keine sprach Englisch, aber es schien auch niemanden zu stören, dass ich mich meinem Kasten da stand. Die erste Nacht in einem mir fremden Land, Freistehen irgendwo. Daran musste ich mich tatsächlich erstmal wieder gewöhnen.
Die paar Meter Feldweg bis dorthin bereiteten mir auch ein bisschen Sorge, vor allem, dort am nächsten Tag wieder rauszukommen , nach einschlägigen Erfahrungen mit meinem tiefergelegten Straßenkreuzer. Reinwärts ging alles gut, aber das hatten wir ja schonmal 😀

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Nachtplatz am See in der Nähe von Tata, Ungarn

Nachtfahrt bis zur serbischen Grenze

Ich fiel schon um 21 Uhr in die Federn. Und das Leben küsste mich um 00:30 Uhr wieder wach. Und ich war wach! Also folge ich dem „Ruf“, setze mich hinters Steuer und fuhr weiter. Ich schaffte es in dieser Nacht bis 5 Uhr morgens noch bis zur serbischen Grenze. Ich war sehr froh darüber, denn obwohl es mitten in der Nacht war, war ziemlich viel los auf der gut ausgebauten, doppelspurigen Straße. Es gab aber auch einige Baustellen mit 80/60er Begrenzung. Angesichts der Blechkarawanen, die sich entlang dieser Straße auf den unzähligen Rastplätzen stapelten, war es wirklich gut, dass ich diese Strecke nachts fuhr.

Wenige Kilometer vor der Grenze nahmen alle außer mir vorhandenen Fahrzeuge die Abbiegespur. Ich wunderte mich schon, bis ich sah, dass diese Abfahrt nach Rumänien führte.

Eigentlich hatte ich mir tags zuvor überlegt, dass es bestimmt schlau wäre, die ungarisch-serbische Grenze nachts anzufahren, da wir bereits 2014 auf dem Weg in den Kosovo an dieser Grenze unendlich lange brauchten. Serbien ist ja bekannterweise nicht in der EU, also nix mit einfach-drüber-fahren. Als ich aber dort ankam, war Blaulicht zu sehen und beim Einfahren in den letzten ungarischen Rastplatz sah ich sogar Autos, die das Licht aus hatten, also anscheinend schon länger an Ort und Stelle standen.

Folglich tat ich etwas, was ich normalerweise niemals tun würde und von dem ich grundsätzlich auch jedem dringendst abraten würde: Ich übernachtete (insofern man davon um 5 Uhr morgens noch sprechen kann) auf dem Rastplatz. Und nichts passierte. Alles gut. Es war sogar eine relativ ruhige, wenn auch kurze Nacht. Ich glaube, 2-3 Stunden später wachte ich wieder auf. Natürlich hätte ich gleich los starten können, aber ich gönnte mir erstmal ein ausgiebiges Frühstück. Später war ich froh, satt und zufrieden im Stau zu stehen! 😀

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Nix mit “Fahrn auf der Autobahn” – Stau bis in den Rastplatz rein

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