Aufkleberwand für den Kastenwagen

Die Idee

Nach ein wenig Inspiration entschloss ich mich am Samstag kurzerhand, meinem Kastenwagen eine Aufkleberwand zu verpassen. Den Aufkleber von Pataschas World fahre ich jetzt schon seit der CMT im Januar 2018 mit mir spazieren und weiß nicht wohin damit. Und auch sonst bekommt man hier und da ja mal was Schönes zum Kleben, und dann? Da ich kein Freund davon bin, Schränke und sonstiges Mobiliar direkt zuzukleben (wer weiß, ob man das jemals wieder abbekommt, wenns nicht mehr gefallen sollte), ist dies die perfekte Lösung:

Die Fläche von der Küche, die von außen sichtbar ist, mit Plexiglas verkleiden.

Der Einkauf – Mal wieder im Baumarkt, da shoppe ich am liebsten 😀

Ganz so leicht wie bei manchen anderen Kastenwagen ist es bei mir leider nicht, da genau an dieser Fläche noch eine Schranktür ist sowie die Halterung für den Dinette-Tisch für außen. Super. Aber hilft alles nix, muss eben ausgeschnitten werden. Also ab in den großen Baumarkt mit dem unhübschen Eichhörnchen und eingekauft.

Eigentlich wollte ich Acrylglas, da das UV-beständig ist. Das gabs aber nur in mindestens 3 mm Stärke. Viel zu viel Gewicht! 😀 Also musste ich auf Plexi-/ Hobbyglas zurückgreifen. Die größten Teile waren maximal 50 cm breit, daher ist die Wand jetzt auch 10 cm schmäler als ursprünglich geplant. Aber man könnte noch anbauen. Fürs erste wird’s reichen, hoffe ich 🙂

Das Hobbyglas hab ich mir dann passgenau zuschneiden lassen, genau so, dass oben und unten an der Küchenzeile noch wenige Millimeter Platz bleiben.

Passend dazu ein paar nicht zu lange, aber auch nicht zu dünne Schrauben geholt. Das wars auch schon.

Den Rest – um die Schranktür auszusparen – gibt’s in der gut ausgestatteten Hobby-Werkstatt der Homebase, womit ich dem Plexiglas dann zuleibe rückte:

  • Dremel mit verschiedenen Aufsätzen
  • Akkubohrer mit verschieden dicken Bohrern ^^ für verschiedene Materialien
  • Schleifpapier

Die Arbeiten/ Der Dremel, mein neuer bester Freund

Natürlich hatte ich vorher im Internet gegoogelt, wie man denn Plexiglas an besten bearbeitet. Dort war eine Stichsäge vorgeschlagen. Irgendwie hat mir aber der Dremel besser gefallen, also war es das Werkzeug meiner Wahl. Zum Glück hatte ich das Abfallstück der Plexiglasplatte mitgenommen, sodass ich damit erstmal probieren konnte, ob und wie der Dremel dieses Material bearbeitet.

Es bleibt nicht aus, dass der Dremel das Plastik schmelzen lässt, aber mit ein wenig Geschick ist das kein Problem.

Praktischerweise ist auf dem Plexiglas noch ne Schutzfolie drauf, damit es beim Bearbeiten nicht verkratzt, schön! Also direkt darauf die Aussparung angezeichnet und losgedremelt! 😀 Ein Riesenspaß! 😛 Ich empfehle dabei lange Haare zu einem Zopf zu binden (!!) und eine Brille aufzusetzen, damit wegfliegende Späne nicht in den Augen landen.

Mit der Stichsäge wäre es sicher schneller gegangen, aber ich kam auch so, langsam, aber beständig ans Ziel. Nach einigen Feinarbeiten bekam ich das Glas auch endlich über die Scharniere sowie die Schranktür und freute mich schon riesig. Nun noch mit dem Bohrer Löcher für die Schrauben vorbohren, damit das empfindliche Plexiglas beim Festschrauben nicht bricht. Wenn man Senkkopfschrauben hat, sollte man noch mit einem größeren Bohrer diese Form vorsichtig ausbohren, damit die Schraube nachher gut reinpasst. .

Die Halterung für die Dinette hab ich entfernt. Hatte erst überlegt, auch hier Aussparungen zu dremeln, aber die Schrauben waren lang genug, einfach die Platte mit aufzunehmen, also sparte ich mir die Arbeit und musste nur vier ausreichend große Löcher bohren. Bei der Gelegenheit versetzte ich auch direkt eine Seite der Halterung, da diese sichtbar (!) und messbar (1cm) schief angebracht war.

Also, Platte auf der Rückseite noch gesäubert, genauso wie die Fläche, die von ihr abgedeckt wird, Schräubchen rein, Tischhalterung ran, tadaaa! Voll stolz! Echt schön, zu sehen, dass man was geschafft hat und es auch noch gut aussieht – nach Lisa-Maßstäben. Trotzdem, für ganz alleine und das erste mal Plexiglas und das erste Mal Dremel finde ich, ist das Ganze ziemlich gut gelungen!

(Komischerweise liest sich das viel leichter, als es tatsächlich war – war nämlich ziemlich geschafft danach 😀 )

20180428_163045.jpg
Das Dremelchen!

20180428_163048.jpg
Plexiglas zuschneiden

20180428_174550.jpg
Passgenaue Schraubenlöcher von fachkundiger Hand 😀

20180428_174528.jpg
Plexiglas ohne Schutzfolie

Die Moral von der Geschicht‘

Unglaublich, wie schnell man was zustande bringen kann. Sonst hab ich mich oft abbringen lassen von Probleme wie hier z.B., dass die Platte 10 cm zu schmal ist. Mein Perfektionismus mal wieder. Man könnte ja, irgendwann, in irgendeinem anderen Baumarkt ein Teil finden, das besser passt, bla bla… Was dann meistens eh nie der Fall ist. Die Teile, die man aber schon gekauft hat, verstauben dann einfach in der Ecke. In der Homebase ist ja Platz ^^
Mein Perfektionismus war mir diesmal egal, ich wollte loslegen… vielleicht auch einfach was zu tun haben… was auch immer. Also das genommen, was da war und damit gearbeitet. Und es ist gut geworden. Das sollte man eh öfter machen. Nicht auf irgendwas in der Zukunft hoffen, die es gar nicht gibt, sondern aus dem, was bereits da ist, das Beste machen.

20180428_175549.jpg
Endergebnis

20180428_175558.jpg
Endergebnis

Die ersten Aufkleber

Ich hatte tatsächlich auch den Aufkleber von Pataschas World im Hinterkopf. Leider ist der momentan in meinem Chaos irgendwie lost. Wenn er nicht wieder auftaucht, bekomme ich hoffentlich spätestens beim Freiheitsmobile-Treffen einen neuen 🙂

Mir fiel ein, dass meine beste Freundin und DJane MellyLou ja seit kurzem ihre eigenen Aufkleber hat. Perfekt, dieser sollte also der erste werden! 🙂 Da wir uns abends eh zum Weggehen trafen, brachte sie mir direkt ein paar mit! 😉

P1080825.JPG
Melly Lou meets KaWa

P1080826.JPG
Melly Lou meets KaWa

PS: Außerdem habe ich tags zuvor die Glühbirne H7, die für Abblend- und Fernlicht zuständig ist, höchst selbst erfolgreich getauscht. Nicht nur 14 € gespart, nein, eine Portion Stolz gabs for free obendrauf! 😀 War nämlich gar nicht so leicht wie ich es von älteren Autos gewohnt war…ne kleine Fummelei. Alles in allem, ein ziemlich stolzes Wochenende, was den Kastenwagen und meine handwerklichen Fähigkeiten betrifft 😉

PPS: War so sehr am Tun, dass ich alles andere fast vergessen hab – daher gibts keine genauere Fotodokumentation, sondern nur ein paar Schnappschüsse zwischendurch.

Das könnte Dich auch interessieren …