Türkei mit dem Wohnmobil [Visiting Turkey in a Camper] – Entspannen in Çeşme// Der Kastenwagen wird zur WG

Den nächsten Tag begrüßte ich schon zu Sonnenaufgang. Was war es schön, die Tür aufzumachen und endlich wieder mein Lieblingsmeer direkt vor der „Haustür“ zu haben!

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Dieser Tag stand erstmal ganz unter dem Motto „Nichts tun und das Leben genießen“. Da ich trotz des schönen und heißen Sommers vor lauter Stress privat und auf Arbeit absolut 0,0 dazu gekommen bin, meine Haut langsam an die Sonne zu gewöhnen, nutzte ich den Tag, um Blog zu schreiben und sah zu, dass ich weitestgehend im Schatten blieb. Am Nachmittag dann traute ich mich doch mal ins Wasser und es war soooo schön! Ansonsten wurde viel gechillt und auch wieder selbstgemachter Türk Kahvesi genossen.

„Hausarbeit“: Tanken, Tanken, Waschen

Am frühen Abend war aber dann auch schon wieder Action angesagt. Alle Tanks wurden befüllt: Erst der Diesel für unglaubliche 5,75 TL pro Liter (1€=7TL) und dann den Wassertank füllen. Tatsächlich hatten mir die 100 Liter deutsches Leitungswasser bis hierhin locker gereicht. Und das, obwohl ich doch relativ häufig duschte (nur halt ohne Haare) und sogar das Wasser aus dem Tank als Trinkwasser nutzte.

An der Quelle, an der auch Tag für Tag viele Türken ihre großen Wasserkanister mit Trinkwasser abfüllen und an der ich mit meinem alten Wohnmobil auch regelmäßig meine Wasserreserven gefüllt hatte, war glücklicherweise nix los. Wie gewohnt befand sich ein Stück Schlauch am Wasserauslass. Da die Quelle aber direkt an der Biegung zu einer Hauptstraße liegt, konnte ich nicht mehr wie früher mit den vorhandenen Mitteln tanken. Mein altes, 5,50 Meter langes WoMo ragte schon immer mit der Schnauze gefährlich in die Straße hinein. Nun hat mein Kasten einen halben Meter mehr und den Wassereinlass noch weiter hinten am Fahrzeug. So begann ich also erst, mit zwei Wasserflaschen den Tank zu füllen… ziemlich müßig! Da nix los war, versuchte ich dann doch mal, ob nicht einer meiner vielen Schlauchanschlüsse irgendwie auf den Wasserhahn passte – und siehe da: Passt wie angegossen. Zum Glück hatte ich nah genug geparkt, sodass die drei Meter Schlauch lange genug waren, um den Einfüllstutzen zu erreichen.

Zwischenzeitlich kamen dann wieder einige Leute, die ebenfalls ihre Trinkwasservorräte auffüllen wollten. Mit fast vollem Wassertank zog ich also weiter. Nur ein paar Kilometer, zu einem kleinen wilden Parkplatz direkt am Meer. Bevor Melly mit ihrem 30 kg Koffer einzog, wollte ich noch Wäsche waschen. Zum Glück hatte ich beim Kasten Packen an alles gedacht: Wascheimer, Waschmittel, Wäschegitter fürs WoMo-Fenster. Nur Wäscheklammern hatte ich nicht dabei, was angesichts des Windes etwas problematisch war… Das meiste war aber tatsächlich trocken, als ich um Mitternacht aufbrach, um zum Flughafen zu fahren.

Melly kommt in Izmir an – Sie und ein 30kg Koffer ziehen ein

An der Polizeistation bei der Einfahrt zum Flughafen machte ich es wie die Einheimischen: Licht im Fahrerhaus an. Ich wurde tatsächlich durchgewunken. Mein altes WoMo wollten sie damals genauer anschauen, als ich ein Jahr zuvor damit aufs Flughafengelände fahren wollte – ebenfalls, um meine liebe Melly dort abzuholen. Anschließend bekam ich einen Live-Ticker von der Gepäckausgabe (juhu, sie hat WiFi) und musste gar nicht allzu lange warten, bevor ich vorfahren und sie in Empfang nehmen konnte.

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Am Flughafen, Warten auf Melly

Den 30 Kilogramm schweren Koffer packten wir erstmal mitten in den Kasten, Hauptsache, alles ist drin.
Gemeinsam fuhren wir an meinen alten Stamm-Stellplatz nahe Urla, wo wir die restliche Nacht verbrachten.

Mein Kasten wird zur WG

Am nächsten Morgen, bevor wir ausgeschlafen so richtig in unseren gemeinsamen Urlaub starteten, war erstmal Einräumen angesagt. Und vorher Aufräumen!

Ich sah zu, dass ich meinen Krempel etwas „konzentrierter“ aufräumte, verräumte noch das eine oder andere an bisher ungenutzte Plätze und siehe da: die Hälfte des Badschranks, ein IKEA Becher, ein Fach im Kleiderschrank und ein ganzes kleines Fach über dem Bett boten auf einmal Platz für Mellys Sachen! Der Koffer mit nicht so wichtigem Krams fand unter dem Bett Platz. (Mit der Zeit beschlagnahmte sie aber auch noch die gesamte Dinette… 😀 )

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Wir sind ausgestattet!

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Naaa, welches ist wohl wessen Seite…? 😀

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WG auf Rädern – unser beider Zuhause für die nächste Zeit

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