Kurztrip in den Kosovo: Przren.

Am Montag früh gab es Llokuma. Wieder ein Teiggebäck, diesmal frittiert statt gebacken und gereicht mit Tomaten, Gurken, Schafskäse und Rührei mit Wurststückchen. Dazu eine Nudelsuppe (hier bekommt dann doch jeder seine eigene, inklusive Löffel 😉 ).

Später an diesem Tag, nachdem wir nochmal durch den halben Kosovo kutschiert sind (so groß ist das Land ja nicht… 😉 ), fuhren wir dann nach Przren, eine Stadt im südlichen Kosovo.

Auf dem Weg nach Przren, über die schicke neue Autobahn (und mit lustigen Kernen als Wegezehrung, die man erst aus ihrer Schale knabbern muss 😉 ), ragten vor uns hohe Berge auf (2700m wie ich nachgelesen habe), einer sogar noch teilweise mit Schnee bedeckt! Echt wahnsinnig schön! Überhaupt, ein Land, in dem es Berge gibt, kann nur ein tolles Land sein!

Przren ist echt eine schöne alte Stadt. Sehr romantisch mit Steinbrücke und alten Häuschen im Stadtkern. Und einer alten Burg, von der nicht viel mehr als die Mauern übrig sind, die dem Berg über der Stadt aber ein tolles Aussehen geben und von dem aus man eine tolle Aussicht über die Stadt hat.

Außerdem hingen, als wir dort waren, überall Flaggen. Nicht nur albanische und die von Kosovo, sondern auch andere Landesflaggen. In der gesamten Stadt hingen bestimmt mehr deutsche Flaggen als in ganz Deutschland (außerhalb der WM, versteht sich)!

Da ich schon irgendwie Bewegungsmangel hatte, weil wir überall mit dem Auto hingefahren sind, sogar zum nur wenige Meter entfernten Kiosk, und aus meinem Plan, mal alleine nach Prishtina reinzulaufen, nix wurde, musste ich unbedingt rauf auf dem Berg mit der Burg. Außerdem hatte D. mir das auch empfohlen. Über kleine, verwinkelte Gässchen, durch Gestrüpp und über Holperwege, zehnmal verlaufen, fanden wir letztlich doch den Weg nach ganz oben und wurden mit einem wunderschönen Ausblick über Przren belohnt. Da die Sonne aber ganz schön runtergeknallt hat (gut, 37° wie in Deutschland hatte es nicht, aber es war trotzdem gut heiß), haben wir recht schnell wieder den Weg nach unten angetreten, der allerdings auch nicht allzu leicht zu finden war…. 😉

Dort haben wir noch ne Kleinigkeit gegessen (und v.a. das Internet des Restos benutzt 😉 ). Die Preise sind ja auch der Knaller… Da gewöhnt man sich ganz leicht mal an, einfach zu bestellen, worauf man Lust hat, kostet ja eh nix. Und zurück in Deutschland hat man dann das Nachsehen…

Abends sind wir noch kurz in den Park von Prishtina gegangen und haben ne Runde Karten gespielt. Zwischenzeitlich hab ich noch geduscht, da um 22 Uhr das Wasser abgestellt wird. Die Strom- und Wasserversorgung ist wohl immernoch nicht im ganzen Land jederzeit sichergestellt, bzw. es wird nicht genug produziert, um es rund um die Uhr zur Verfügung stellen zu können. Aber immerhin kann man sich – zumindest dort, wo wir gewohnt haben – darauf einstellen, dass zu bestimmten Zeiten kein Wasser da ist. Solange behilft man sich dann halt mit Wasser, das man vorher in Eimer, Flaschen usw. abgefüllt hat.

 

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