[Konvoi] Während Corona von der Türkei nach Deutschland – Tag 2: Transit Serbien – Besuch vom Auswärtigen Amt

Ich liege noch im Bett, als ich normale PKW auf den Parkplatz fahren höre (die ganze Nacht über haben immer mal wieder LKW neben unseren Fahrzeugen ein- oder ausgeparkt). Die Delegation des Auswärtigen Amts in Sofia ist typisch deutsch – überpünktlich 😀

Es folgt eine Gesprächsrunde – mit Abstand – und ein gemeinsames Foto – mit Abstand – , bevor wir alle gemeinsam zur bulgarisch-serbischen Grenze fahren.

Obwohl wir alle bereits unsere Papiere zücken, auf denen steht, dass wir genau am heutigen Tag (13.05.2020) den Transit durch Serbien fahren können, gibt’s „Probleme“: Serbien hat wohl übernacht ein neues Gesetz erlassen, das besagt, dass man nur mit negativem Covid19-Test einreisen darf. Da wir aber nur Transit fahren, gilt dies nicht für uns.

Trotzdem müssen neue Dokumente für jeden einzelnen ausgestellt werden, was dauert. Ich bin dankbar, dass Mirko und Yvonne von @4pfo alles organisatorische übernehmen. Wir „Mitfahrer“ müssen nur unsere Dokumente abgeben, die sie gesammelt einreichen und warten, bis es losgeht.

Nach 3 Stunden Wartezeit, in der ich mir noch mein Frühstück zubereite, das dem morgendlichen Besuch zum Opfer gefallen ist, geht’s auch endlich weiter.

Da Serbien kein EU-Land ist (EU-Länder wie Rumänien und Ungarn haben derzeit schlechte Beziehungen zu Deutschland, weswegen wir als EU-Bürger tatsächlich auf ein nicht-EU-Land angewiesen waren, stellt euch das mal vor!), hat fast keiner von uns mobile Daten, d.h. der nächste Stopp steht fest (in ca. 260 km ein sehr großer Rastplatz) und wir bleiben alle im Konvoi beieinander.

Kurz nach der Grenze der nächste Schock: Die Autobahn ist fertiggestellt!

Wer bis Herbst 2019 über Serbien in die Türkei gefahren ist, der kennt die wunderschöne Schlucht bei Niš, wo es zwar langsam in einer endlosen Autoschlange vorangeht, dafür landschaftlich unendlich schön!

Diese Strecke wird nun weiträumig von einer nigelnagelneuen Autobahn umfahren. Schade.

Da kommt mir die Idee: Warum nicht mal komplett ohne Autobahnen in die Türkei fahren? Sicherlich ein Traum.

Heute steht noch ein 2. Grenzübergang an: Von Serbien nach Kroatien. An einer unendlich langen LKW-Schlange vorbei, für die unsere 10 lustigen Reisemobile sicherlich ein Highlight sind, kommen wir an der Grenze an, an der alles relativ schnell und problemlos verläuft. Kurz hinter der Grenze bauen wir eine Wagenburg auf einem Autobahnparkplatz – aufgrund des wenigen Verkehrs sogar relativ ruhig!

Es ist der erste Abend, an dem wir am Abend ausgelassen beieinander sitzen. Wir haben die schwierigsten Grenzen hinter uns und das merkt man.

  • Den Konvoi in Bild und Ton findest du in meinen Highlights auf meiner Profilseite!

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