[Konvoi] Während Corona von der Türkei nach Deutschland – Tag 3: Durch Kroatien und Slowenien auf den Autobahnrastplatz in Österreich. Letzte Nacht gemeinsam mit den anderen?

Dritter Fahrtag in Folge. Es regnet.

Obwohl wir ab sofort nicht mehr Konvoi fahren müssten – die folgenden Grenzen sind easy – , haben alle beschlossen, weiterhin im Konvoi zu fahren.

Gerade für mich ist das mega entspannt. Ich liebe es, allein unterwegs zu sein und meine eigenen Entscheidungen zu treffen. An der Weggabelung nicht darüber diskutieren zu müssen, warum ich nach rechts will, wenn mein Bauch es mir sagt.  Aber umso mehr genieße ich diese Abwechslung. Mein Bauch sagt „Deutschland“ und auf dem Weg dorthin an die Hand (Anhängerkupplung? 😀 ) genommen zu werden, ist so entspannt.

Entspannt war auch dieser Morgen. Da es spät wurde, war klar, dass wir erst später losfahren. Der Regen verzögerte das Ganze nochmals. Gemessen an den vorherigen Tagen hätte es „gereicht“, wenn wir um 12 losfahren. Es wurde aber doch früher 😉

Es geht wieder gemütlich über die Autobahn, ich werde vermutlich einen neuen Negativ-Rekord in Sachen Spritverbrauch aufstellen (Nachtrag: 6,38 Liter/ 100 km/h trotz Nutzung der Klimaanlage).

Vor Zagreb kaufen wir uns die Vignetten für Slowenien und nicht nur mit wird mit Klasse 2B die doppelt so teure nächste Klasse verkauft… An diesem Rastplatz macht Salva, der professioneller Fotograf ist, noch Einzelfotos von jedem mit Fahrzeug und verabschiedet sich kurz darauf gemeinsam mit Dario, da die beiden „nach Spanien abbiegen“. Der Rest setzt sich wieder in Bewegung, kämpft sich durch den schnellen und trubeligen Rush-Hour-Verkehr um Zagreb und spricht sich an der Grenze wieder.

Wieder Geld zücken, diesmal kaufen wir die Vignette für Österreich. Da gibt’s zum Glück nur eine Klasse. Und ich bekomme Einblicke in den „Urlaub“ mit Expeditionsmobil. Da kauft man nicht einfach eine Vignette: Da gibt man vorher die Strecke an, die man exakt so fahren möchte (BG) oder muss sich eine GoBox oder ähnliches gegen Pfand abholen und wieder abgeben, damit genau abgerechnet wird.

An der österreichischen Grenze müssen wir ein Transitdokument ausfüllen, mit dem wir bestätigen, nur die Transitstrecken zu nutzen (heißt: nur Autobahnen). Der nette junge Mann dort äußert sich auch kritisch gegenüber diesen Maßnahmen, wo doch gleichzeitig Hinz und Kunz sich im Baumarkt wieder treffen darf – ohne jeglichen Papierkram. Trotzdem dürfen wir nicht von der Autobahn abfahren, sodass wir – diesmal an einer sehr befahrenen Autobahn – die Nacht erneut auf einer Autobahnraststätte verbringen. That’s how Truckers might feel like!

Bevor es am Abend zu regnen anfängt, sitzen wir zum Essen noch kurz zusammen. Ich bin aber auch froh, diesmal etwas früher schlafen gehen zu können.

Beitragsbild: @alterkombi

 

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.