Sommerretreatwoche von Stefan Hiene in Arco, Italien (2019)

Es war mal wieder soweit. Mich zog es hin. Nicht nur ein paar Tage Stefan, sondern gleich ne ganze Woche. Schön in kleinen “Happen”:
Jeden Tag 3 Stunden und das am Nachmittag. Vormittag und Mittag zur freien Verfügung. So wie also der Freitag beim ersten Retreat von ihm, auf dem ich war

An dem Tag hatte ich ein Jahr zuvor der Klettersteig in Arco gemacht – einfach nur wunderbar! Es war der erste Klettersteig, den ich jemals alleine gegangen bin! Diesen wollte ich dieses Jahr wieder gehen.

Übers Retreat selbst, Erkenntnisse, Erfahrungen etc. werde ich hier nur am Rande berichten. Denn das ist etwas ganz Persönliches.
Wohl aber über die Erfahrungen außenrum.

Die Entscheidung FÜR einen Campingplatz – oder gleich zwei?

Aus der Erfahrung des letzten Jahres wusste ich: Es macht Sinn, während der Zeit des Retreats auf einem Campingplatz zu sein. Nicht, weil ich die Anwesenheit der anderen Menschen so sehr schätze, sondern weil ich es wichtig finde, in dieser Zeit möglichst viel Ruhe zu haben. Ruhe im Sinne von: sich sicher fühlen, nicht nach einem neuen Stellplatz suchen müssen, nicht an einer vielbefahrenen Straße stehen müssen, mich auch außerhalb und trotzdem in der Nähe meines Kastenwagens aufhalten zu können, die Möglichkeit, im Schatten zu chillen.

Und ob mans glaubt oder nicht: Trotz Hochsaison und Kinder auf so manch benachbarten Parzelle hatte ich meine Ruhe. Denn dank Stefans Retreatzeiten war ich antizyklisch unterwegs: Früh war ausschlafen angesagt. In der Zeit war draußen meist bissl was los, weil alle frühstückten und noch am Platz waren. Wenn ich dann gegen 10 oder 11 Uhr aus dem Wohnmobil getapst bin, waren meist schon alle ausgeflogen: In den Pool, Wandern, in der Stadt oder auf sonstigen Ausflügen. YES.

Positiver “Nebeneffekt”: Ich hatte Zugang zu Pool bzw. konnte in meiner Hängematte mit Blick auf die atemberaubend schönen Felswände der Berge blicken. Aber immer nur eines von beiden. Diesmal probierte ich nach ein paar Tagen im “Camping Zoo” den von der Stadt betriebenen Campingplatz “Camping Arco” aus. Im Camping Zoo gab es einen kleinen aber feinen Pool, jedoch auf den Parzellen keine hängemattentauglichen Bäume. Im Camping Arco hingegen gab es Bäume en masse, auch in den Parzelle sowie das städtische Freibad direkt nebenan. Leider musste ich feststellen, dass dort Badekappenpflicht herrscht… Ich will mir mal eine richtige Badekappe kaufen. Denn auf Plastikdinger für 3€, die bei der ersten Berührung mit einem Fingernagel direkt kaputtgehen (so ging es mir in Paris, als ich zum Duschen in die dortigen Hallenbäder gehen musste), hatte ich keine Lust. Insofern ging ich nur einmal dort schwimmen und begnügte mich ansonsten mit meiner Hängematte .

Der Hängemattenplatz war sogar so genial, dass ich – als es zu regnen anfing, ich aber partout in die Hängematte wollte! – meinen Kasten einfach etwas näher an die Hängematte ran, die Markise ausgefahren hab und mich bei Regen in die Hängematte gelegt hab. Dazu noch das Schauspiel der Blitze am Nachthimmel.. so schön!

Für all das habe ich dann auch gern mal das entsprechende Geld in die Hand genommen – stehe ich doch sonst fast immer frei 🙂

 

Am Gardasee und doch nicht am Gardasee

Obwohl der See nur wenige Kilometer entfernt war, war ich diesmal nicht daran interessiert, dorthin zu fahren. Hochsaison am Gardasee… wahrscheinlich nicht mein Ding.

Einzig die Aussicht auf Kitesurfen hätte mich gelockt. Als ich dann aber gelesen habe, dass es quasi kein Stehrevier gibt und man mit dem Boot aufs Wasser gefahren wird bzw von dort geholt wird (oder so?), hab ich es nicht weiter verfolgt. Letztlich war es besser so. Wenn ich mir nun anschaue, wie “schlecht” ich eigentlich im Kiten war, als ich mich dieses Jahr wieder aufs Board gestellt habe, wäre das für niemanden sonderlich spaßig geworden.

Ich war, wie es so ein Retreat innehat, bei mir. Klar, auch mal mit einem Spaziergang in die Stadt um mich selbst zu verwöhnen, zur Burg, im Stadtpark zum Schildkröten Beobachten oder einfach nur Chillen auf dem Campingplatz mit einem guten Buch. Das hat mir völlig gereicht.

Der Klettersteig in Arco

…war mal wieder super schön. Wer ihn auch gehen will, aber kein Equipment hat: Am Eingang des Campingplatzes gibt es eine kleine Hütte, die Klettersteigsets verleiht. Die Preise sind echt fair und es lohnt sich auf jeden Fall, denn der Blick von dort oben auf den See ist einfach nur gigantisch. Der Klettersteig ist auch für Anfänger und Kinder gut machbar. Außerdem gibts unterwegs einen Geocache 😉

Digital Detox – ein Leben ohne Internet

Am zweiten Tag kam von Stefan die Ansage: Ab sofort wird nur noch im Retreatraum gesprochen.

Die Intention dahinter: Möglichst bei sich zu bleiben. Auch schriftliche Kommunikation war insofern betroffen. Und obwohl ich ohnehin mit dem Vorsatz gekommen war, ein paar Tage das Internet aus zu lassen, brachte mich wohl erst diese Ansage dazu, es wirklich 3 Tage lang durchzuziehen.

Die Erkenntnisse? Die (social media) Welt dreht sich auch ohne mich weiter. Es war nichts wichtiges passiert. Und ich hab nen krassen Automatismus, was z.B. Insta angeht. Ganz automatisch macht mein Daumen wisch-wisch-klick und Insta ist offen. Krass.

Sollte man öfter mal machen, tut gut. Man hat mehr Zeit für andere Dinge.

 

Die Welt ist klein

Digital Detox genau in der Woche, in der mein Video bei Peace Love and Om rauskommt? Tja, manchmal kommt manches eben zusammen. Aber auch das war kein Problem. Habe ich mich eben danach über all die tollen Kommentare und Zuschriften gefreut.

Sogar beim Retreat war eine dabei, die mich darauf angesprochen hat und es gar nicht glauben konnte, dass “die aus dem Video” da gerade mit ihr in Arco beim Stefan sitzt 😀 (das war vor dem “Stilleretreat” 😉 ).

Ebenfalls vor dem “Stilleretreat” bzw. weil es manchen am ersten Abend davon noch pups war und wir uns auf das tags zuvor verabredete gemeinsame vegane Abendessen freuten, war das Gespräch mit einer andere ehemaligen Beamtin. Ihr Gespräch mit Stefan hat auch mich sehr berührt… Jedenfalls kam beim Abendessen heraus, dass sie über meinen Blog überhaupt erst auf Stefan Hiene aufmerksam wurde… und dann sitzen wir da gemeinsam in Arco. Schön. Die Welt ist wirklich klein.

 

Liebe Menschen

Immer wieder unendlich inspirierend, was für Menschen zu Stefan kommen. Wenn dann der eine oder andere Seine “Geschichte” auspackt, ist das schon echt krass. Stories, die man sonst nur hört, wenn man jemanden WIRKLICH gut kennt. Und vielleicht nichtmal dann. Es herrscht immer eine so schöne Offenheit und Ehrlichkeit, das ist einfach atemberaubend. Und inspiriert dazu, ebenfalls so offen und ehrlich zu sein. Und dann ist es ganz spannend und wunderbar, was daraus entsteht <3

Danke, Stefan.

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