Lockdown Woche 6: Das letzte WE in der Türkei. Neue Ideen. Zivilstreife. Und ein ganz entspanntes Restwochenende.

Samstag: Mein neues, großes Projekt & Yasak!

Am Samstagvormittag, den schönen Platz genießend, den ich ohne den Einsatz von Schaufel und Spaten mit meinem Straßenkreuzer nicht hätte erreichen können, kam mir eine Idee in den Kopf. Ein bisschen ähnlich wie die, mir mein erstes Wohnmobil zu kaufen und wie die, irgendwann ein Expeditionsmobil haben zu wollen, fühlte es sich an…

Ich will mir endlich (m)einen eigenen Van ausbauen!

Die viele Zeit mit und die Einblicke in Bens selbst ausgebauten Van hatten da wohl unbewusst schon so einiges ins Rollen gebracht…

Warum also nicht diesen Sommer nutzen? Alle Events an den Wochenenden sind ohnehin abgesagt, d.h. ich habe Zeit ohne Ende!

Als ich diese Idee meinem Bruder mitteilte, meinte er, dass kurz zuvor mein Vater ihn gefragt hätte, ob ich nicht mal Lust auf ein neues Auto hätte 😀 Gedankenübertragung? ;D

 

So viel Mühe wir darein gesteckt haben, mit meinem Van an diesen schönen Platz zu gelangen, so kurz hatten wir etwas davon. Obwohl Lockdown Wochenende war, fuhren bereits 2 Fahrzeuge am Weg entlang… und das Dritte war eine Jandarma in Zivil.

Yasak! YASAK!

 

Immerhin waren wir alle gerade „Zuhause“, als die kamen 😀

Viel habe ich auf Türkisch nicht verstanden (das wichtigste übersetzten uns unsere lieben Nachbarn auf Englisch), aber so viel, dass wir bereits am Tag zuvor in Saray von der Jandarma gesichtet worden waren, dass die Diskussion anfang schon ein bisschen hitzig war… Der Jandarmist meinte soetwas wie: „So sind die Regeln – was soll ich tun?“

Letztlich hatte er wohl auch keine Lust auf großes Bürokratiebrimborium und schickte uns auf die andere Seite des Flusses, da dort eine andere Provinz (?) sei und er somit seinen Job erledigt hätte.

Ben uns ich hatten am Samstagmorgen außerdem die ersten Dokumente für den Konvoi per Mail erhalten. Während der Diskussion zeigte ich diese dem Polizisten und damit waren wir wohl fein raus. Er ließ und offen, sein „Hoheitsgebiet“ zu verlassen oder uns – trotz Lockdown-WE – nach Edirne zu begeben.

Natürlich waren wir mit den anderen Konvoiteilnehmern über Whatsapp in Kontakt. Seit einigen Tagen waren bereits ein paar von ihnen in der Nähe von Edirne. Weit weg vom Meer, irgendwo in der Pampa in der Nähe dieser ersten großen Stadt in der Türkei. Darauf hatten wir wenig Lust und suchten uns einen anderen Platz.

Nach kurzer Fahrt und einer Fahrradsondierungsfahrt parkten wir einfach am Wegesrand. Normalerweise ein Unding, aber am Lockdown-WE war hier schließlich kaum Verkehr zu erwarten.

Ein Platz am Meer sollte uns leider verwehrt bleiben, doch hatten wir von dort wunderbaren Blick aufs Meer und standen nach wie vor inmitten vom Nachtigallwald. So viel Grün ringsum – und ein bisschen blau 😉

Unsere Nachbarn waren uns nicht gefolgt und hatten wohl in der Nähe der Brücke – auf der „richtigen“ Seite geparkt.

Später versuchte ich mich mal daran, jonglieren zu üben… dass man so ein bisschen Bewegung schon so stark merkt, spricht wohl nicht gerade für meine sportliche Fitness dieser Tage… ^^

 

 

Sonntag – Kulinarisch TOP

Nicht viel los hier, wie erwartet: Wenige vorbeifahrende Autos, einer grüßt uns lautstark beim vorbeifahren, ohne uns zu sehen, ich über weiter jonglieren und notiere erste Ideen für meinen neuen Van – mein erstes selbstgebautes, ganz individuelles Zuhause.

Außerdem versuche ich mich erneut an Tiramisu, denn jetzt weiß ich, worauf es ankommt. Mein insgesamt drittes Tiramisu ist ein Traum – zum Reinlegen!

Kulinarisch gibt’s weitere Hochgenüsse: Ein eisgekühltes Magnum Double aus dem Tiefkühlfach (ich liebe meinen Kühlschrank!!), Lecker Lasagne und Salat vom Vortag, Cig Köfte als Nachmittagssnack , frische Kartoffelsuppe am Abend.

Ungewohnt ist die Gewissheit, am Montag nicht wieder voll zu arbeiten, denn ich habe in der Konvoi-Woche alle meine Nachhilfetermine abgesagt. Selbst wenn mal etwas Zeit wäre (was im Vorhinein schlecht abzuschätzen ist), werde ich wohl froh sein, einfach mal den Kopf abschalten zu können.

Ein letzter Sonnenuntergang am Meer…

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