Nie wieder Kosovo!? – Abenteuerliche Reise in den Kosovo

Abfahrt in Deutschland

Pünktlich um 9 am Samstagmorgen war mein deutsch-albanischer Freund hier angekommen, um mich abzuholen. Ich, schon völligst auf Urlaub eingestellt, wurde nur kurz vor knapp fertig, wohingegen er schon Stress geschoben hat… 😉

Grenzen außerhalb des Schengen-Raums

Vor uns lagen 21 Stunden Fahrt vorbei an einigen europäischen Hauptstädten. Wobei, 21 Stunden reine Fahrtzeit waren es nicht. Abgesehen von einigen Stopps wegen Fahrerwechsel, Hunger, Durst oder Tanken verbrachten wir auch rund fünf Stunden an Grenzen, was man als europäischer, und v.a. deutscher Bürger dank der EU und dem Schengen-Abkommen gar nicht mehr kennt, wenn man nicht in solche Länder fährt oder fliegt. Das Gute daran: Man bekommt lustige neue Stempel in seinen Reisepass (da freut sich das innere Kind) – das Schlechte: Die Zollbeamten können einem auch mal blöd kommen, v.a. wenn sie Korruption und Bestechung gewohnt sind… (#245 bucket list: einen Zollbeamten bestechen: check)

Kurz vor dem Ziel

Die letzten hunderte Kilometer bis zum Ziel, Kosovo, haben sich ganz schön gezogen, zumal es Nacht war und die Straßen immer und immer schlechter wurden. Zuletzt gab es gar keine Autobahn mehr, sondern eine sehr kurven- und schlaglochreiche Landstraße durch viele serbische Dörfer, auf der man noch aufpassen musste, keinen der vielen streunenden Straßenhunde zu erwischen.

Die letzte Grenze (oder: “Die Deutschen machen keine Fehler!”)

Total kaputt absolvierten wir problemlos die serbische Zollstelle an der Grenze von Serbien zu Kosovo und gingen davon aus, dass auf kosovarischer Seite alles genauso reibungslos klappen würde – weit gefehlt. Weil die Zollbeamten des Kosovo der unumstößlichen Meinung sind, dass in Deutschland absolut keine Fehler passieren (ist ja schmeichelhaft, aber auch wir sind nicht unfehlbar… ), mussten wir einige Zeit an der Grenze ausharren, bevor die Reise ins nur wenige Kilometer entfernte Pudojevo weitergehen konnte. Ohne Auto. Es hatte nämlich die falsche Farbe. Das fanden die Grenzbeamten äußerst interessant und haben das deswegen direkt an Interpol weitererzählt… Looong story! Als endlich alles in ein anderes Auto umgeladen war, fielen wir dann gegen sechs Uhr total platt in Pudojevo ins Bett.

 

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1 Antwort

  1. 10. Mai 2019

    […] Frau. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Ich war ein Jahr zuvor bereits mit einem Freund ein paar Tage im Kosovo. Für mich stellte sich gar nicht die Frage, ob ich nach Albanien fahre. Ich wollte es einfach […]

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