Internet unterwegs – Setup (Router, Vertrag mit unlimitierten Daten international) als digitaler Nomade

Telekom Magenta Premium XL – international unbegrenzte mobile Daten (auch Türkei, Kanada, USA, Schweiz uvm.)

Gültigkeitsraum des Vertrags

Nichts ist entspannter, als nicht auf den Verbrauch der Daten bei der Internetnutzung achten zu müssen – egal, in welchem Land ich mich gerade aufhalte. Dieser Vertrag ermöglicht mir nicht nur in Deutschland unbegrenzte Nutzung der mobilen Daten, sondern auch in der Türkei – in diesen beiden Ländern halte ich mich zum Großteil auf.
Darüber hinaus gilt er auch in der Schweiz, in den USA, in Kanada, Liechtenstein, Island, Großbritannien und Norwegen. Somit deckt er auch einige Nicht-EU Länder ab.

Bezüglich “Fair-use-policy”: Bislang gab es im Ausland keinerlei Probleme, auch nicht bei längeren Aufenthalten (~ 3 Monate und länger).

Die Kosten für den Tarif “Telekom Magenta Premium XL”

Der beste und teuerste Vertrag im “besten Netz Deutschlands” schlägt mit knapp 200€ im Monat zu Buche. Von dieser vergleichsweise hohen Summe sollte man sich nicht abschrecken lassen, sondern einen Blick auf die Bedingungen werfen, denn drei SIM-Karten sind bereits inklusive.

Dies bedeutete theoretisch, dass man den Tarif durch drei teilen kann.

Der Vertrag ist außerdem auf bis zu 7 SIM-Karten erweiterbar. Jede SIM, die über die eigentlichen drei hinausgeht, kostet rund 30€ zusätlich.

Der kleine Haken an der Sache: Auf allen SIM-Karten läuft die gleiche Handynummer.

Praktische Handhabung der SIM-Karten

Da auf allen SIMs die gleiche Telefonnummer läuft, ist es am besten, wenn jeder Teilnehmer die SIM in einem Router (Empfehlungen und Erfahrungswerte unten) nutzt. So wird vermieden, dass jemand vergisst, ohne Rufnummernunterdrückung anzurufen, was zur Folge haben kann, dass das Handy bei einem anderen klingelt, das Gespräch aber gar nicht für ihn bestimmt ist.

Es spricht natürlich nichts dagegen, gerade in Ländern wie der Türkei, wo die Nutzung des eigentlichen Handy-Vertraga unendlich teuer wäre, die Telekom-SIM ins Handy zu stecken um beispielsweise Behördentelefonate zu tätigen. Viele andere Telefonate (vor allem private) lassen sich meist auch über z.B. WhatsApp führen.

Weitere Infos zum Premium XL Tarif der Telekom gibts im Podcast und im Artikel der Camper Nomads (hier klicken).

Mobile Daten international Hardware
Mobile Daten international Hardware

Hardware: Mobiler Router und Co.

Hier eine Übersicht der am häufigsten genannten mobilen Router, wenn in Facebook-Gruppen danach gefragt wird, meine eigenen Erfahrungen sowie Infos, worauf mein beim Kauf achten sollte (wenn man nicht viel Ahnung von der Technik und all den Zahlen hat wie ich 😉 ):

Meine Erfahrungen: Alcatel, Huawei, TP-Link

Mein erster mobiler Router von Alcatel (MW40)* hat nach gut 2 Jahren das zeitliche gesegnet. Es war ein Softwareproblem – ein Schelm, wer Böses denkt. Dafür war er der günstigste in meiner Karriere als digitale Nomadin.

Als nächstes hatte ich mich für einen Router von Huawei* entschieden, den ich im Ausland kaufen musste (war auch ein Modell, dass es nur in der Türkei gab, zumindest hinsichtlich der Modellbezeichnung; meist haben sie ähnliche Leistungen). Wie auch hierzulande kauft man diese Geräte eher online – kaum ein Geschäft in Griechenland oder der Türkei hatte zu der Zeit einen mobilen Router auf Lager. Ich habe ihn über türkisches “eBay Kleinanzeigen” (sahibinden) gekauft. Sein Alter bei Kauf ist mir unbekannt. Nach weiteren ungefähr zwei Jahren hatte auch er in unregelmäßigen Abständen Verbindungsprobleme – natürlich wieder während ich in der Türkei war.
Vom Berufs wegen ist es für mich unerlässlich, verlässliches Internet in einer sehr guten Qualität zu haben (Videotelefonie), sodass es ein Glücksfall war, dass wenige Tage später eine Freundin in die Türkei flog. An ihre Adresse bestellte ich zwei Exemplare:

Wieder einen Huawei (diesmal in weiß 🙂 )* der als Ersatz dauerhaft an Bord ist (sonst bin ich sehr sparsam mit “Auf-Ersatz-Gegenständen”), sowie ein TP-Link Router M7350*, der etwas bessere Bewertungen hat.

Letzteren hatte ich zweieinhalb Jahre im Einsatz (bis er tehnisch nicht mehr funktioniert hat) und war immer sehr zufrieden damit: Es schaltet sich vergleichsweise schnell ein und hat eine etwas bessere Akkulaufzeit als meine vorherigen Geräte, sodass er auch mal einen halben Tag lang mit on Tour gehen kann, ohne dass ich Mobile Daten übers Handy einschalten muss oder gar komplett ohne Internet da stehe.

Der dritte Router in meiner Zeit als Selbstständige ist nun der TP Link M 7650* mit besserer Cat11 Technologie (Erklärung siehe unten). Sicher gibt es technisch noch bessere Geräte, aber dies schlägt sich auch im Preis nieder. Im Mai 2024 habe ich den TP-Link für rund 107€ erstanden.

Die Nutzung einer Powerbank* empfiehlt sich hier natürlich auch. Ich bin sehr zufrieden mit der Powerbank von UGreen mit 10.000mAh*, die ungefähr zweimal mein Handy voll laden kann. Mittlerweile ist sie seit 3 Jahren regelmäßig im Einsatz und kann immer noch einiges.

Alternativen/ Leistungsfähigere mobile WLAN-Router

Die Veröffentlichung dieses Artikels zog so manche Diskussion nach sich. Oben genannte Router arbeiten – wie ich gelernt habe – mit der CAT4 bzw. CAT6 Technologie. Mittlerweile scheint es da bessere zu geben (bis zu CAT16 oder CAT20, wie meine Recherchen ergaben). Viele Handys arbeiten mittlerweile mit besseren CAT-Werten als o.g. Router, sodass die Nutzung dieser Smartphones eines Überlegung wert ist, wenn man auf schnelles Internet wert legt.

Oder man ersteht einen Router mit entsprechend guten Werten hinsichtlich der Internetgeschwindigkeit. Folgende (teurere Modelle) gibt es da beispielsweise:

Huawei / Keepgo Mobiler Router (CAT19) 225€*

Netgear Nighthawk MR 1100 (CAT16) 299€ *

Netgear Nighthawk MR 2100 (CAT20) 399€ *

Die Vorteile eines mobilen Routers gegenüber dem Hotspot übers Handy

Vielleicht stellt sich so mancher nun die Frage: “Warum nutzt du nicht dein Handy als Hotspot?”

Meiner Erfahrung nach ist der Empfang mobiler Daten mit dem Smartphone schlechter, das Handy wird heiß, es zieht viel Akku etc. So oder so: Ich habe gerne einen Router für diesen Einsatzzweck.
Die einzige Aufgabe eines mobilen Routers ist es, mobile Daten zu empfangen und diese als WLAN-Hotspot für viele Geräte zur Verfügung zu stellen. Da er sonst nichts zu tun hat, ist es nur verständlich, dass der Empfang mittels eines tragbaren Routers sehr gut ist (je nach Alter/Kosten/Technologie, siehe Punkt darüber). Mal ganz davon zu schweigen, dass die Nutzung eines Smartphones als mobiler Hotspot vergleichweise viel Strom verbraucht, sodass man das Smartphone fast dauerhaft an Strom oder Powerbank angeschlossen haben muss.

Zusatzvertrag für den Einsatz im Smartphone (Telefonie, SMS)

Da die SIM des Telekom-Vertrags für gewöhnlich im mobilen Router ist, sollte man sich einen kleinen Vertrag fürs Handy holen. Auch diese sind für rund 10€ pro Monat mit einigen GB Datenvolumen sowie unbegrenzter Telefonie (Deutschland) zu haben. Eine gute Übersicht hierfür gibt Dealdoktor.de

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