Das Dachzelt Wintercamp 2019 in der Vulkaneifel

Endlich wieder unterwegs

Juhuu, es ging endlich wieder auf Tour! Nach einer kurzen Arbeitswoche mit nur zwei Arbeitstagen und einem freien Freitag (so lässt sich das ganze viel besser aushalten 😀 ) packte ich am Donnerstagabend alles Wichtige in den Kasten. Kurz vor Abfahrt packte ich mal wieder das wichtigste ein – nur für den Fall – und war heilfroh, es dabei zu haben:

Skihose und Winterstiefel. Beides aus dem Keller gekramt, weils so selten benutzt wird.

 

Bereits bei Ankunft begrüßt mich eisige Kälte

Nachdem ich dann aber nach den 370 Kilometern am Freitagnachmittag in der Vulkaneifel ankam und nur eine Stunde draußen in der Kälte stand (wohlgemerkt mit Skiunterwäsche unter der Jeans), stand für mich fest, dass ich es das restliche Wochenende vielen anderen gleich tun würde: Also Skihose und Winterstiefel an!

 

Mein Platz auf dem Camp

Tjaaaa, dorthin zu kommen, war so eine Sache 😀 Auf dem Zufahrtsweg wurde bereits jeder freundlichst begrüßt. Mir wurde gesagt, ich solle mir erstmal zu Fuß alles ansehen und dann entscheiden, wo ich meinen Kastenwagen abstellen möchte. Auf dem Weg über den Campingplatz begegnete mir Biggi, die ich an Silvester im Palumpaland kennengelernt hatte. Sie meinte, bei Ihnen wäre noch Platz, ich soll doch eben durch den kleinen Wald dorthin fahren. Was sie verschwieg, war der mittlerweile äußerst matschige Waldweg… damit war meine Dosis Offroad für dieses Wochenende auch schon mehr als gedeckt! 😉 . Aber damit nicht genug… Die Zufahrt war etwas steil… und irgendwie hatte ich auf einmal die Idee, auf die nochmals höhere Terrasse fahren zu wollen… Es war etwas matschig und auch trotz zweier sehr netter Einweiser hab ich es nicht geschafft (Trotzdem danke an Valentin und seinen Bruder, war trotzdem ne lustige Begegnung 😀 ). Also doch auf Terrasse 1 und Biggi zuparken! 😀

Ich hatte (nicht nur mit Biggi) tolle Nachbarn, bei denen es leckeres Essen und Trinken gab (damit bekommt man mich halt immer 😉 ) und manchmal gute Musik noch dazu 😀

Sie waren, wie einige andere auch, oft an ihrem Platz und genossen ihre eigene kleine Runde, während am großen Lagerfeuer eine große Runde zusammenkam, um gemeinsam zu quatschen, singen und sich zu wärmen.

 

Freitagabend in einer kleinen Runde

Am ersten Abend war ich auch etwas abseits unterwegs. Nachdem ich mich am Lagerfeuer erst mit der lieben Iva, die mit ihrer kleinen süßen Tochter da war, ziemlich lange sehr gut unterhalten habe, bin ich irgendwie an Nadja, Magda und Christoph geraten. Letztere beide kommen aus Polen und boten Nadja, mir und Andreas etwas von einer Polnischen Spezialität namens Bigos an.

Wer mich kennt, weiß, dass ich bei Essen selten nein sage und so saßen wir kurz danach auf einer der Terrassen an einem kleinen Lagerfeuer und kleiner ruhiger Runde, schlemmten lecker Bigos und hielten es bei guten Gesprächen ziemlich lange draußen aus (und ich war irgendwann froh über den kleinen wärmenden Hund auf meinen Beinen 😀 ).

 

Samstag – den ganzen Tag draußen

Wenn ich ausschlafen kann, tue ich es auch. Was folgte, war ein gemütliches Frühstück. Ich testete zum ersten Mal meinen akkubetriebenen Smoothie Maker. Viel passt zwar nicht rein, aber er tut seinen Dienst und macht mir leckeren Smoothie in meinem Kastenwagen. Ein Traum! Danach schaffte ich es kurz nach Sonnenhöchststand raus aus dem Kasten. Sonne! Blauer Himmel! Unfassbar, wir hatten wirklich das ganze Wochenende über so ein unglaubliches Traumwetter!!

 

Samstag, der Schlemmertag!

Wäre ich früh „rechtzeitig“ aus meinem Kasten gefallen, hätte der Tag schon mit Waffeln aus des Nachbars Bus begonnen. War leider nix. Dafür kam ich am Nachmittag zufällig in den Genuss des ersten selbstgemachten Nudelauflaufs im Dutchoven. Michael (Michas_Boarder_Bulli) probierte seinen Dutchoven aus und es gelang auf Anhieb. Würde ich öfter mal ein Feuerchen machen, mein Dutchoven wäre schon bestellt!

Ein großes Danke hier nochmal an Michael und die großzügige Portion, die mich anschließend beim Flammlachs-Zubereiten nicht verhungern ließ!

Bevor aber gemeinschaftlich geschlemmt wurde, rief der Vogel zum Gruppenfoto und -video. Unglaublich, wie viele Leute auf einmal da waren – auf einmal kamen alle am großen Platz zusammen. Eine kleine Ansprache mit vielen Dankesworten an die tolle Crew und die geile Community durften natürlich auch nicht fehlen.

 

Flammlachs

Dann gings los. Im Anschluss war gemeinsames Essen geplant, inklusive einiger Essen “aus der Community, für die Community”.

Neben Pulled Pork, Flammkuchen, Räucherforelle, Käsefondue bereitete ich zum zweiten Mal auf so einem Treffen (und zum ersten Mal in dieser Größenordnung) meinen Flammlachs zu.

Ich wusste vorher nicht, ob mein Flammlachs zwei oder vier Stunden brauchen würde, da mir nicht klar war, ob ich mehr als  ein Kilogramm auf ein Brett* bekomme. Aber es hat geklappt und so wich ich gut zwei Stunden lang nicht von meinem Lachs, damit er möglichstgleichmäßig knusprig wurde.

Ein großes Danke an dieser Stelle noch an den lieben Andreas! Er hat mich mit dem Flammlachs schon im Palumpaland an Silvester tatkräftig unterstützt und tat es diesmal wieder! Wie Thilo so schön sagte, alle Essensmacher sind Amateure ;P genau, und deswegen hatte ich den Part mit dem Feuerholz im Vorfeld nicht so recht im Blick – Andreas dafür umso mehr. Beim Holzzerkleinern kümmerte er sich darum, dass auch für den Flammlachs genügend Feuerholz vorhanden war und beaufsichtigte die Feuerschale, wenn ich nicht da war, um Nachschub zu holen. Im Großen wie im Kleinen war beim Dachzeltwintercamp Teamwork am Start. Danke! 🙂

Flammlachs-Feedback

23 Leute und mich versorgte ich mit fast fünf Kilogramm Flammlachs. Obwohl nicht alle Stücke gleich knusprig wurden (und darauf steht doch irgendwie jeder, oder? 😉 ), war das Feedback absolut positiv! Ich freute mich über jeden einzelnen, der während oder nach dem Schlemmen nochmal auf mich zukam und mir sagte, wie lecker der Lachs war! Manche überlegen sogar, sich auch ein Flammlachs-Set zuzulegen! 🙂 Am meisten freute ich mich über die positive Rückmeldung einer Frau, die oft auf Mittelaltermärkten ist, Flammlachs kennt und oft genießt, die meinem Lachs ebenfalls sehr gut fand! 😀

Insofern wird’s beim Dachzeltfestival (und vielleicht auch bei anderen Veranstaltungen, zu denen ich noch fahre) auf jeden Fall wieder Flammlachs geben 🙂

Nachdem der ganze Lachs aufgegessen war, holte ich mir beim Flammkuchenstand nebenan noch einen überaus leckeren Flammkuchen!

 

Kälte und Aufwärmen

Den Samstag verbrachte ich fast nur draußen. Aufwärmmöglichkeiten gabs ja genug: Entweder am Lagerfeuer, im Aufenthaltsraum, wo Lukas seine Massagen anbot, in der Sauna oder im Zuber. Viele, mit denen ich Freitag gesprochen hatte, wollten erst am Samstag in die Sauna gehen. Könnte ja voll werden, dachte ich. War dann aber doch nicht so. Ich fragte hier und da mal rum, wer denn Lust hätte, mit in die Sauna zu kommen. Wollte nämlich schon gerne mal rein, nur eben nicht alleine.

Meine Suche war dann auch erfolgreich. Mit Lukas und Martin gings erst in die Sauna, dann schön aufgewärmt ans Lagerfeuer (der Zuber war dann irgendwie doch nicht mehr so interessant… 😉 ).

 

Sonntag – Abreisetag

Bis ich es am Sonntag wieder aus den Federn und aus dem Kasten geschafft habe, waren schon fast alle weg. Die Terrassen fast leer und am Boden nur „Flecken“, wo vorher Autos und Zelte standen.

Vielleicht auch besser so, denn ich mag die Aufbruchstimmung gar nicht. Trotzdem hätte ich mich gerne noch vom einen oder anderen verabschiedet. Aber man sieht sich ja wieder! Jeder, aber wirklich jeder, mit dem ich gesprochen hatte, sagt, dass er auch zum Dachzeltfestival kommt! 😀 Das wird ein Fest! Ich freu mich jetzt schon riesig!

Ansonsten war am Sonntag mit den Übriggebliebenen bisschen Aufräumen und Saubermachen angesagt… Als es uns zu kalt wurde, gingen wir – wie manch andere vorher – auch mal mit Jacke in die Sauna. War super! 😀 Der andere Teil vom Rest saß draußen im Zuber… es war ne lustige kleine Runde!

 

Maulwurfkuchen die erste

Am Abend hab ich mich dann an den Maulwurfkuchen gemacht. Also, Kuchen backen bei den Temperaturen ist gar nicht so einfach. Nix geschmeidiger Teig und so – Klumpen war angesagt! Nach einiger Zeit vor der Heizungslüftungsöffnung hat‘s dann aber doch einigermaßen geklappt und zumindest das Unterteil vom Maulwurfkuchen wurde an diesem Tag fertig.

 

Dachzeltnomadenfernsehen

Überaus lustig war auch das sonntägliche DZN live, das tatsächlich mit stabiler Internetverbindung vom Lagerfeuer aus möglich war. Thilo informierte die Daheimgebliebenen und die dorthin Zurückgekehrten über das Feedback zum Wochenende, die unglaubliche Spendensumme von über 3200€, die zusammengekommen ist, während wir im Hintergrund einfach dabei waren und hübsch aussahen 😀

 

Restecampen

Immer wieder schön. Ich sag nur Käsefondue, Maulwurfkuchen, draußen in der Sonne sitzen… während man hofft, dass selbige die Batterien wieder auflädt! Mein Kasten ist erstaunlicherweise nach drei Tagen Standzeit ohne Probleme angesprungen. Die Aufbaubatterie hat allerdings in der letzten Nacht schlapp gemacht: bei -6°C Außentemperatur herrschten am Morgen im Kasten eisige -2°C. Bei Sonnenschein wurde es sogar ein Grad wärmer! 😀 Entgegen meinen Befürchtungen war die Fahrt den kleinen vereisten Hang hinunter problemlos und dank des richtigen Ausfahrtsweges musste ich nicht nochmal durch den kurvigen Feldweg im Wald fahren, um wieder festen (und eisfreien) Boden unter die Räder zu bekommen.

 

Es war mir ein Fest! Danke an alle lieben Menschen, die dabei waren und dieses Wochenende so besonders gemacht haben! <3

 

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2 Antworten

  1. 27. Januar 2019

    […] Das Dachzelt Wintercamp 2019 in der Vulkaneifel […]

  2. 3. April 2019

    […] dem Dachzelt-Wintercamp habe ich von einigen anderen erfahren, dass sie ebenfalls in der zweiten Woche dort sein werden, […]

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