[Der LKW Führerschein – Klasse C] Meine erste LKW-Fahrstunde

Es hat Spaß gemacht und war viel toller als befürchtet 😀

Ich war bereits zwei Wochen vorher im LKW – überhaupt das erste Mal in so einem großen Teil. Aber von vorne:

Warum mache ich den LKW-Führerschein

Wer sich wundert, warum ich den LKW-Führerschein mache… tja, ich wunder mich manchmal auch 😀 Aber es gibt so vieles im Lebne, das erst im Nachhinein Sinn ergibt. Ich bin jetzt über einen längeren Zeitraum an einem Ort und habe die Möglichkeit, gemeinsam mit meinem Bruder den LKW Führerschein zu machen. Das macht einiges einfacher (wie ihr im Folgenden lesen könnt).
Klasse C statt C1 ist klar: Kostet ungefähr genauso viel und wenn ich mir schon die Mühe mache, dann doch gleich richtig.
Warum ich ihn überhaupt mache… Ich hatte es mir Anfang des Jahres vorgenommen. Und warum das? Im Moment bin ich zwar mit meinem Kastenwagen ganz zufrieden, aber iiiirgendwann möchte ich vielleicht doch mit einem Expeditionsmobil (wer nicht weiß, was das ist, einfach mal googeln) durch die Welt fahren. Dafür braucht man den LKW-Schein.
Wann das realisiert wird… ob in einem, oder in 10 oder in 20 Jahren.. wer weiß. Der gute Führerschein verfällt nicht und im Ersparten ist das schon noch irgendwie drin.
Die besten Investitionen sind doch immernoch die in sich selbst!

Der Fahrschul-LKW

Ein Mercedes Actros 2745. Die Zahl steht für: 27 Tonnen, 450 PS. Zehn Meter misst das gute Stück in der Länge und ist vier Meter hoch. In so einer großen Kiste war ich noch nie, geschweige denn selbst gefahren (ja, wie auch, ohne Führerschein).

Er ist relativ neu und hat daher viel Elektronik: Fast alles lässt sich über den Bordcomputer überwachen: Ölstand, Luftdruck, Reifendruck, und sooo viel mehr.

Schalten lernen muss ich glücklicherweise nicht (das spart mir viel Geld in der Fahrschule…), denn der Actros hat ein Automatikgetriebe.

Fahrschul LKW Marcedes Actros 2542

Fahrschul LKW Marcedes Actros 2542

Mitgefahren

Zwei Wochen vorher bin ich mit meinem Bruder mitgefahren. Es war seine erste Fahrstunde, denn auch er macht den LKW-Führerschein. Er brauchts beruflich, ich mache ihn einfach so 🙂 (der Traum vom Expeditionsmobil ist immer noch existent 😉 )

Dabei habe ich schon einiges gelernt – wofür die Millionen von Tasten gut sind zum Beispiel, wie das Menü funktioniert und diese abgefahrene Retarder-Bremse, die einfach nur ein Hebel am Lenkrad ist und die man – wenn man nicht vollends zum Stillstand kommen will – jederzeit anstelle der normalen Fußbremse nutzen kann.

Wichtig waren vor allem die Ausmaße. Die meisten fahren in ihrer ersten Fahrstunde zu weit rechts, also war mir klar, worauf ich achten muss.

Obwohl das Mitfahren mit meinem Bruder insgesamt drei Stunden gedauert hat und ich schon dachte, es würde vielleicht langweilig werden und mir ein gutes Buch (Ausreisser von Hippie Trail) eingepackt hatte, war es das zu keiner Sekunde. Ich hatte von meinem rechten Platz aus einen guten Überblick und konnte mir alles in Ruhe ansehen.

Fahrschul Gespann Mercedes Actros 2542

Fahrschul Gespann Mercedes Actros 2542 – So ist mein Bruder die nächsten Male unterwegs. Im Vordergrund sein Dachzelt-Auto.

Selbst gefahren – meine erste LKW-Fahrstunde

Wenn man die Tür vom LKW öffnet, befindet sich der Fußbereich in Kopfhöhe. Ich bin nicht die kleinste Person. Nachdem ich meine Tasche „hochgeworfen“ hatte, kletterte ich über die Stufen nach oben.

Da saß ich dann also – nach dem Hochklettern – das erste Mal auf dem Fahrersitz eines LKW. Den Sitz kann man sich mit allerlei Hebeln und Drückern passgenau einstellen… Man kann im Fahrerhaus übrigens auch problemlos stehen und hinter den Sitzen befinden sich zwei Klappbetten. Ziemlich geräumig also.

Nach einer kurzen Einweisung von meinem Fahrlehrer konnte es auch schon losgehen. Das meiste hatte ich ja schon bei der ersten Fahrstunde meines Bruders erfahren.

Erst zeigte er mir erstmal auf dem Hof, bei voll eingeschlagenem Lenkrad und langsamer Fahrt, wie sehr das Heck ausschert. Der LKW hat einen relativ kurzen Radstand, ist somit superwendig, aber man muss eben aufs Hinterteil aufpassen. Denn dieses gerät zum Beispiel beim Abbiegen relativ leicht auf andere Fahrspuren, was für andere Fahrzeuge echt gefährlich werden kann. Das muss man also immer im Blick behalten.

Nachdem ich beim Ausfahren aus dem Gelände erstmal einem Auto *ein bisschen* die Vorfahrt genommen hatte, war ich also endlich auf der Straße. Landstraße, Autobahn, Dörfer, Industriegebiet.

Ein bisschen kam mir meine Erfahrung mit meinen Wohnmobilen zugute. Dadurch bekommt man schon ein Gefühl für große Gefährte. Den Bordstein habe ich also schön in Ruhe gelassen.

Lustige Begegnungen

Spaßig wars an einer Ampel an der Stadt, vor der wir mehrspurig warteten. Links neben mir auf der Abbiegespur ein Sprinter… schau ich nochmal rüber, blicke ich in zwei freudige Gesichter und bekomme „Daumen hoch“ gezeigt 😀 So macht LKW-Fahren Spaß 😀

Nobody is perfect

Natürlich brauche ich noch einiges an Fahrpraxis. Womit ich vor allem meine Schwierigkeiten habe, ist links abbiegen. Da habe ich einfach jedesmal die durchgezogene Linie überfahren, obwohl dies nicht nötig gewesen wäre. Aber das wird noch. Ich bin guter Dinge 🙂

Fazit

LKW-Fahren macht Spaß! Was nicht zuletzt am Fahrlehrer liegt. Zwar reden Fahrlehrer wohl im Allgemeinen gerne viel, aber meiner ist doch echt sympathisch und ist ein guter „Beifahrer“ 😀 Der LKW lässt sich gut fahren und wenn man ein paar Dinge beachtet, ist das gar keine so große Sache – trotz großem Fahrzeug 😉

Das nächste Mal fahre ich erst wieder im Januar. Vor Weihnachten war zu wenig Zeit und da die Theorieprüfung voraussichtlich Ende Januar sein wird, macht es Sinn, die wenigen restlichen Stunden im Januar/ Februar zu nehmen. Ich freu mich drauf!

Das könnte Dich auch interessieren …