Resümee nach drei Wochen zurück im kalten Deutschland – wie geht es nun bei mir weiter? // Meine Pläne für 2019. Der Beginn meiner Selbstständigkeit als Digitaler Nomade.

Warum fiel die Entscheidung gegen Griechenland und für Deutschland?

In diesem Artikel habe ich schon kurz angerissen, warum ich mich relativ spontan umentschieden habe.

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An meinem einzigen Terminkalender – nämlich dem im Handy – erkennt man deutlich, ab wann ich wieder in Deutschland war (rot sind wichtige Termine)

Jetzt, drei Wochen nach meiner Rückkehr nach Deutschland, kann ich genaueres berichten.

Obwohl nach wie vor viel zu tun ist, komme ich nach diesen drei Wochen gerade zum ersten Mal etwas zur Ruhe und kann ein Resümee zu meinen letzten Wochen in Deutschland ziehen.
Was ich bisher geschafft habe:

Kastenwagen

  • einen neuen Wagenheber für meinen Kastenwagen (Tragkraft 3t) ausgesucht, bestellt und zusammengebaut; damit
  • Winterreifen aufgezogen
  • Luftfilter sowie Innenraumfilter gewechselt
    Weil Fiat keinen Wert auf qualitativ hochwertige Schrauben legt und diese verrostet waren, musste auch gleich noch der
  • Luftfilterkasten neu gekauft und getauscht werden
  • Öl- und Ölfilterwechsel
  • Saubermachen
  • Sommerklamotten ausräumen ( 😭 )

Natürlich hatte ich bei all den technischen Dingen immer meinen Bruder als Fachmann zur Seite. Danke! 🙂

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Schraube im Motorraum vom Fiat Ducato nach nur 6 Jahren – und Joshis Meinung dazu 😜

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Der neue Wagenheber, Reifen- und Ölwechsel (Werbung)

Beruflich und damit zusammenhängend

  • Bewerbungen, Vorstellungsgespräche usw.
  • Habe nun eine drei Tage Woche mit einer einfachen Lagertätigkeit
    Dadurch habe ich es geschafft,
  • die Anwartschaft für meine private Krankenversicherung zu bekommen (wichtig, falls ich mich mal wieder privat versichere/ versichern muss) und
  • wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zu kommen
  • Fühler in Richtung selbstständiger Tätigkeit ausgestreckt (Termine mit Steuerberatern und Co.)

Privat

  • den LKW Führerschein begonnen (yes, ich habs doch noch geschafft, es in diesem Jahr anzugehen, wie ich es mir vorgenommen hatte)
  • (nicht nur dafür) diverse Arzttermine
  • mal wieder beim Friseur gewesen (und festgestellt, dass das Haaretrocknen vom Friseur ganze 20€ kostet… 😱 )
  • Ein Podcastinterview für und mit Mogli von Life of Balu aufgenommen
  • Meine zukünftige Homepage ist endlich wieder bearbeitbar (nochmal riesen Dankeschön an @rebeccaontheroof, die mich mit ihrer Hilfe vor unzähligen grauen Haaren bewahrt hat) (und hoffentlich bald online)
  • meinen Krams in der Homebase weiter aussortiert und ein paar Dinge verkauft
  • meine geliebte Kompaktkamera eingeschickt, die in den letzten Wochen meiner Reise den Geist aufgegeben hatte (hoffe, ich bekomme sie noch während der bald ablaufenden Garantiezeit voll funktionsfähig wieder zurück)
  • mich über all die deutschen Leckereien gefreut, die ich in den letzten drei Monaten nicht hatte 😀
  • mal wieder schön saunieren gewesen
  • viel Zeit mit Freunden und Familie verbracht
  • hier und da einen Geocache in der Homezone gemacht (wenn man mal wieder so viele Caches vor der Nase hat…) und dabei
  • das E-Bike meiner Mutter ausprobiert
  • endlich mal wieder ein RASEmobil statt meines REISEmobils gefahren 🤩
  • auf dem kleinen Van-Treffen von Whatabus gewesen

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E-Bike-Tour, Spieleabende, Geocaching

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Chillen mit lieben Menschen (Werbung), mein Lieblingskater und Flammkuchen-Essen

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Geschenke, Geschenke! Ich glaube, 2018 ist in gewisser Weise ein Glücksjahr für mich 🍀

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2542 Mercedes Actros – das ist mal ein Fahrschulauto! (Werbung) 😍

Immer noch auf der (dringend) To Do Liste:

  • neue Kontaktlinsen abholen (Termin ausstehend)
  • Scheibenwischer vom Kastenwagen reparieren
  • weitere Elektronik im Kasten prüfen und reparieren (neuerdings läuft der Lüfter einfach so..)
  • Pimp my KaWa (Trenntoilette, hier und da Optimierungen im Innenraum)

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Kaputte Scheibenwischer seit ich wieder in Deutschland bin – wurden in der Türkei wohl zu selten genutzt…

So, das waren jetzt mal viele Stichpunkte. Vielleicht lasse ich mich zum einen oder anderen Punkt nochmal ausführlicher aus.

War es eine gute Entscheidung?

Ich bin froh, nach Deutschland gekommen zu sein. Letztlich geht doch alles den richtigen Weg, auch wenn man manchmal vorher noch nicht weiß, wozu etwas gut ist (wie z.B. auch mein LKW Führerschein jetzt).
Es musste einiges geklärt werden und dafür war und ist es gut, dass ich mal wieder vor Ort bin.

Pläne für 2018

Aus steuerlicher Sicht hat es sich nun so ergeben, dass ich ab 2019 in die Selbstständigkeit starten will. Dieses große Wort ist mittlerweile schon etwas „kleiner“ geworden, d.h. auch das ist irgendwie machbar. Man muss es halt nur mal angehen, wenn man das will. Und ich will es.
Durch meinen Job habe ich nun eine gewisse finanzielle monatliche Absicherung. In meinen vier freien Tagen kann ich meine ganze Energie in meine neuen Projekte stecken.
Projekte wie z.B. auf freiberuflicher Basis Sprachkurse geben. Sei es Französisch, Deutsch oder Englisch. Diese Tätigkeit wird noch ortsfest sein, wobei ich meine Fühler auch Richtung Online-Sprachkurse und –Nachhilfe ausstrecken will. Außerdem will ich Projekte wie e-Books, Affiliate Marketing und ggf. VA-Tätigkeiten angehen.

Doch wieder ortsfest?

Dass ich jetzt erstmal wieder ortsfest bin, ist nicht weiter schlimm. Zum einen ist es gut, da ich die Zeit nutzen kann, den LKW Führerschein zu machen (wer weiß, wann ich mal wieder zwei Monate am Stück an einem Fleck sein werde ^^ ), zum anderen: Ich war mein ganzes Leben lang ortsfest, da fallen die paar Monate nun auch nicht mehr ins Gewicht. Jetzt ist es eben an mir, etwas aufzubauen um möglichst bald ortsunabhängig leben und arbeiten zu können.

Umzug ins Steinhaus?

Mein Kastenwagen steht im Hof meiner Homebase. Ich verbringe tagsüber tatsächlich die meiste Zeit im Haus, wenn ich nicht unterwegs bin. Trotzdem schlafe ich grundsätzlich in meinem Wohnmobil. Dort schlafe ich einfach am besten. Er ist soweit gepackt, dass ich trotzdem jederzeit losfahren und unterwegs sein kann.

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Mein Kastenwagen am Strom – oder sollte ich sagen: Mein Schlafzimmer?

Wann geht es wieder auf Reisen?

Die eine oder andere kleine Tages- oder Wochenendtour werde ich sicherlich mit meinem Kasten unternehmen.
Auf große Reise wird es später gehen als ursprünglich gedacht. Zumindest was Reisen mit meinem Kastenwagen angeht. Angesichts der Reisekosten in südliche Länder (wie Griechenland oder die Türkei) von einfach ~350€ (Versicherung, Steuer, Reparaturen ausgenommen – diese Zahl bezieht sich auf die Reise in die Türkei) möchte ich gerne einen längeren Zeitraum dort verbringen, damit die Transitkosten nicht allzu sehr ins Gewicht fallen.
In die Türkei könnte ich visumbedingt frühestens Anfang Februar. Kiten kann man in Akyaka allerdings erst ab April. Auch sonst ist es von Februar bis April noch nicht allzu warm dort. Im Mai und Juni will ich auf jeden Fall in Deutschland sein, denn es gibt einige Termine:

Termine, Termine im Jahr 2019

Den Anfang der Camper-Treffen macht wohl im Mai das Dachzeltfestival 2019 (16. – 19.05.). Direkt am nachfolgenden Wochenende finden die Van Days (Südsteiermark) statt. Im Juni steht eine Hochzeit und die Abenteuer Allrad an. Wahrscheinlich kommen noch viel mehr tolle Treffen dazu, sodass ich wohl fast jedes Wochenende woanders rumfahren kann.
Und weil ich eh schon da bin, habe ich mir mittlerweile noch ein paar weitere Termine in die drei– bisher freigehaltenen – Monate Februar bis April gelegt:

Es ist also schon abzusehen, dass mein Jahr 2019 sehr spannend und lehrreich wird. Sicher nicht immer einfach, aber man kann sich ja jederzeit Unterstützung holen. An dieser Stelle schonmal einen riesen Dank an die ganze Vanlife-Community, vor allem an die Camper Nomads (die wohl noch öfter Fragen von mir gestellt bekommen) und allen lieben Menschen, die mich unterstützen (werden)!

Ich freue mich über jeden einzelnen von euch, der mich auf diesem spannenden Weg in die Selbstständigkeit und in mein ortsunabhängiges Leben begleitet. Lasst mir gerne mal einen Kommentar da, ich freue mich über jeden einzelnen wirklich sehr!

PS: Den Hashtag #becomeadigitalnomad werde ich nun wohl auch öfter nutzen. Danke fürs ins-Leben-rufen an @rebeccaontheroof

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