[KITESURFEN lernen] Tag 1 Kitesurf-Kurs mit Umut.

Ich war ziemlich aufgeregt. Obwohl kaum Zeit dazu war, denn vor lauter Ver- und Entsorgung – und hey, frühstücken!!! – kam ich erst eine Stunde bevor es losgehen sollte am Strand an. Zwar hatte ich von einer sehr lieben Freundin schon einiges zum Kitesurfen gehört, da sie auch erst einen Kurs gemacht hatte, trotzdem wusste ich nicht, was tatsächlich auf mich zukommt und hatte Bedenken, mich blöd anzustellen. Egal, Angst, weg!! Jetzt gab es eh kein Zurück mehr.
Um kurz vor 12 ging ich also zum Surf Club „Kite Academy“ [Unbezahlte Werbung.]. Der steht direkt neben dem Surf Club von Mercedes [Unbezahlte Werbung.]. Dann gibt’s noch ein, zwei andere, die aber nix mit Automarken zu tun haben. Von BMW [Unbezahlte Werbung.] gabs keinen, sonst wäre die Sache wohl klar gewesen 😀

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This way!

Preise für den Kitesurf Kurs

Von besagtem Bekannten war mir eben ersterer empfohlen worden, da er hier auch surft. Ich habe mich voll und ganz auf diese Empfehlung verlassen und hatte nur von Bärbel die Rückmeldung erhalten, dass der Preis wohl OK sei. Ein bisschen Recherche im Internet brachte mich zur selben Erkenntnis.
Pro Stunde Einzelunterricht bezahlt man hier ca. 250 TL (~ 35-40€). Für den Basiskurs sind mindestens sechs Stunden vorgesehen.

Kitesurfen – Die Anfänge in Akyaka, Türkei

Dort angekommen wartete schon mein Trainer Umut auf mich. Er surft selbst seit 2002. Wie ich später erfuhr, ging es da überhaupt erst los mit dem Sport. Woanders gesehen, legten Umut und seine Kumpels, schon immer sehr Extremsport-affin sich gemeinsam einen Kite zu. Dieser hatte damals nur zwei, statt wie heute vier, Leinen, was das ganze sehr unkomfortabel und vor allem auch gefährlich machte. Umut verglich es mit Autos mit und ohne Stoßdämpfer. Trotzdem schien es jede Menge Spaß zu machen, sodass es Jahr für Jahr ein paar mehr Leute wurden und das Ganze irgendwann exponentiell gewachsen ist, bis hin zum heutigen Stand: Ein Shop, eine Bar und vier Kitesurf-Clubs auf dem Strand.

Absoluter Beginner

Ich hatte – wohl ähnlich wie Umut 16 Jahre zuvor – wirklich absolut null Peil von diesem Sport. Ich fand, dass es ziemlich schön anzusehen ist, wie die Leute auf dem Wasser dahingleiten, nur mit der Kraft des Windes und offenbar viel Spaß dabei haben. Von Bärbel hatte ich am Rande ein bisschen was mitbekommen, da sie wenige Wochen zuvor auch einen Kurs gemacht hatte. Ich hatte mir allerdings kein einziges Video angeschaut und auch sonst nichts im Internet recherchiert, also wirklich kaum Ahnung.

Erster Tag. Die Grundlagen

In den drei Stunden am ersten Tag ging es mit Grundlagen los: einen kleinen Übungskite lenken. Wissen, wie man die „bar“ hält, 8er fliegen. Läuft.
Anschließend durfte ich in einen Neoprenanzug schlüpfen. Die kurze Version für mich, die lange und dicke für den hitzeverwöhnten Umut 😀 Zum Glück hielt er ihn mir auf rechts gedreht und mit dem Reißverschluss nach hinten hin, denn ich weiß nicht, ob ich es sonst geschafft hätte, ihn richtig anzuziehen 😀
Und: es ging direkt an den richtig großen Kite. Umuts Ansage: Heute zeigte er mir noch, wie man ihn öffnet, aufpumpt und die Seile legt und verbindet, an Tag 2 solle ich das selbst machen.
Puh, es war tatsächlich ziemlich viel für den ersten Tag, ich bekomme die Reihenfolge gar nicht mehr zusammen. Auf jeden Fall gingen wir zunächst ins Wasser, wo ich nun mit dem großen Kite übte. 8er fliegen, auf bestimmten Positionen halten usw.

Da ich ziemlich viel und oft nach oben blicken musste, mu zu überprüfen, ob sich der Kite noch an der richtigen Position befindet, hatte ich ziemliche Schmerzen im Genick. Aber es half ja alles nichts.

Nach einer kleinen Essenspause ging es im „tieferen“ Wasser weiter.
Boddydragging war nun angesagt. Sich komplett vom Kite im Wasser ziehen lassen, natürlich auch gesteuert. Erst nach vorne (also in Windrichtung ; downwind), dann in die Gegenrichtung (gegen den Wind; upwind), aber immer schon nach vorne auf dem Oberkörper liegend. Außerdem habe ich gelernt, wie man den abgestürzten Kite wieder in die Luft bekommt, aber auch, wie man ihn sicher landet. Hat ziemlich gut geklappt alles, möchte ich meinen, und Spaß gemacht noch dazu!
Am nächsten Tag sollte es nach einer weiteren Übungsstunde im Wasser sogar schon aufs Brett gehen! Dass das so schnell geht, hätte ich nicht gedacht!

Duschen und Toiletten gibt’s am Club auch, also nach den Trainingsstunden raus aus dem Geschirr für den Kite und aus dem Neoprenanzug und unter die – ohhjaaa – warme Dusche! 😀

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Besonderheit Akyaka Kite Beach

Übrigens: Der Strand bei Akyaka ist besonders geeignet fürs Kitesurfen bzw. fürs Lernen. Einerseits geht es sehr lange sehr flach ins Meer, andererseits hat man aufgrund der Lage der umgebenden Gebirge eine Art Tricherform, weshalb man hier fast immer ordentlich Wind hat. Dieser Wind ist aufgrund der Thermik als Ursache außerdem unabhängig von der Großwindlage der Region.
Noch wollte ich das nicht so recht glauben (natürlich hält jeder „seines“ für das Best ;), doch die Zukunft sollte mir noch zeigen, dass an diesen Aussagen tatsächlich was dran war!

Fazit Tag 1

Es hat Spaß gemacht! So dumm hab ich mich gar nicht angestellt.
Ich freue mich sehr auf morgen!!

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