28.07. Meteroa, Teil 2: Besichtigung eines Klosters, viel Natur, eine Höhle und Sternschnuppen

Ich war nachts kurz draußen, allerdings nur mit Brille, weil zu müde… und ich schwor mir, in der nächsten Nacht würde ich mir extra meine Kontaktlinsen reinmachen und das Ganze genauer anschauen…

Nach einer relativ kurzen Nacht also (wir hatten uns die Wecker gestellt…) sattelten wir die Räder und rollten die meiste Strecke rüber zu einem der Touristenmagnete… dass wir noch nicht mal einen Kilometer aufm Tacho hatten, wussten die anderen Leute aber nicht, und so wurde uns aus den Autos zugejubelt und auf den letzten Metern hoch angefeuert 😀 😀 😀

Karte von Meteora

Da wir nun schonmal da waren, wollten wir uns das „Holy Monastery of Grand Meteoron“ auch anschauen. Also den Touristenmassen, die in zahlreichen Bussen rangekarrt wurden, hinterher. Überall standen jedoch Schilder, die den Zutritt für „Damen in Hose und ohne Schulterbedeckung“ versagen. Uns kamen aber soo viele knapp bekleidete Mädels und Frauen entgegen… also los.

Unterwegs fanden wir noch eine Eintrittskarte und so kamen wir zum halben Preis rein. Allerdings nicht, ohne uns zu verhüllen 😀 Damit kein Eintrittsgeld flöten geht, standen sehr viele Tücher für die Frauen und Hosen für die Männer (gell Julian 😉 ) zur Verfügung. So in Schale geworfen konnten wir uns nun unter die Mönche mischen… moment, unter die anderen Touristen. Angeblich leben noch Mönche hier, aber die halten sich aus nachvollziehbaren Gründen von den Touris fern. Highlight, nicht nur für uns, waren aber zwei süße Katzis 😀 Naja, ja, also es war mal ganz interessant, so ne Anlage von innen zu sehen, wobei man ja als Touri nicht alles sehen darf… Die Kirchen innerhalb der Anlagen protzen nur so vor Prunk(Fotos machen strengstens verboten!!)… Und sonst… Ja, kann man sich mal anschauen. Interessanter finde ich eigentlich die Geschichte dahinter, also weswegen sich die Klöster genau hier befinden und wie die Mönche hier hin gekommen sind (die Treppen wurden erst für die Touris gebaut), wie das gebaut wurde und wie sie sich versorgt haben. Ich hab nur gehört, dass sie natürlich abgeschieden leben wollen. Dann denk ich mir, dass sie so vielleicht dem Himmel näher waren…? 🙂  Da ich aber selbst nix handfestes dazu weiß, muss ich auch euch diesbezüglich an Google verweisen 😉

Auf einer Karte Meteoras, die wir wenige Tage zuvor in Thessaloniki beim Camper Stop mitgenommen hatten, war weiter nördlich noch eine Anlage eingezeichnet sowie ein Wanderweg. Einer der beiden Wege dorthin war abgesperrt, der andere war unserer. Das Kloster gehört nicht zu den sechs, die noch „aktiv“ sind (wahrscheinlich ist es einfach nicht so leicht zugänglich für die Touri Busse…), also es war ziemlich verfallen, eine Klosterruine also 😀 Aber auch mal interessant. Der Weg hierher war auch ne super schöne Wanderung und ein krasser Gegensatz zur anderen Seite des Hügels, wo sich die Touristen auf die Füße traten und hier… nichts… Natur pur, Stille… einfach schön!

Dann konnten wir hier natürlich nicht weg, ohne nicht wenigstens einen Geocache gemacht zu haben. Und eigentlich gabs hier einige. Aber die hattens in sich! In so einer hügeligen Landschaft was zu finden, hat mich schon in Kappadokien um meinen Cache gebracht, und hier wars ja ähnlich. Vielleicht dürfen wir noch den Earthcache loggen. Wir wollten uns aber dann auch noch eine der vielen Höhlen ansehen, in der ein Cache versteckt sein sollte. Nur leider versteckten sich in der Spalte in der Höhle auch noch mehrere fette Spinnen und abermillionen von kleinen Fliegen, die sofort aufgeregt zu sumsen und fliegen begannen, sobald sie vom Licht der Taschenlampe angestrahlt wurden. Außerdem lag sogar an diesem Ort Müll rum und so haben wir es gelassen. Aber es ist trotzdem das eine oder andere schöne Foto entstanden. Dann ging es wieder zurück nach oben über den kleinen, „gepflasterten“ Waldweg 😀 Tja, den Sport für diesen Tag hatten wir definitiv gemacht 😀

Abends kochten wir uns was leckeres, sahen uns nochmal den Sonnenuntergang an und schliefen… nicht allzu lange. Zumindest ich. Vorerst. Zwei Stunden später als mein Wecker nachts klingelte, schälte ich mich um vier Uhr morgens dann doch mal aus den Federn… zum Glück war es noch immer stockfinster, ich hätte mich so in den A**** gebissen, wenn es schon gedämmert hätte! Kontaktlinsen rein, lange Hose und Pulli an, Decke und Kamera geschnappt und raus. In die Finsternix – haha, toller Verschreiber. Also, da war auch wirklich nix! Unser Stellplatz war ja an einem Aussichtspunkt. Auf 700 Metern. Von den beiden Ortschaften im Tal führte genau eine Ringstraße hier hinauf und auch wieder hinunter. Wenn also ein Auto kam, war es schon von Weitem sicht- und hörbar. Da andere WoMos, wenn überhaupt, den Parkplatz drüben beim Touri-Kloster bevorzugten, hatten wir den Platz hier wirklich für uns allein (mal wieder Danke an park4night). Wobei… wir teilten ihn uns mit mindestens zwei Katzen (hat schon was, wenn dir nachts zwei goldene Augen entgegen leuchten 🙂 ), vielen Fledermäusen und sonstigem Getier, was im angrenzenden Wald mir unbekannte Geräusche von sich gab.

Da es aber erwiesenermaßen nachts in einer Stadt gefährlicher ist, als in der Natur, traute ich mich vor auf den Aussichtsfelsen (Julian konnte ich einfach nicht zum Aufstehen überreden, er aht was verpasst!), auf den man sich wunderbar hinlegen und in den Sternenhimmel schauen konnte. Und was soll ich sagen… das kann man nicht beschreiben. Da bin ich Jahre zuvor Mitte August (ihr wisst, die Perseiden) extra mit Julia aus Würzburg weg an einen möglichst dunklen Aussichtspunkt außerhalb der Stadt gefahren, um Sternschnuppen sehen zu können… und hier… Hier fliegen sie einem nur so zu. Große und kleine… Es war einfach schön.

Und im Gegensatz zur vorherigen Nacht ist mir auch ein relativ gutes Bild vom WoMo mit Sternenhimmel gelungen 🙂 :

Take a closer look. Can you see the stars?

Das könnte Dich auch interessieren …

1 Antwort

  1. 18. März 2019

    […] Natürlich fand ich im Nachhinein meine Aufzeichnungen und es ist für die Heimreise angepeilt: Meteora (am besten Mal googeln, oder hier nachlesen, wenn ich dort gewesen bin 😉 ). Schilder wiesen uns […]